ludvig daae
Ab und zu kommt es vor, dass uns das Einfache überrascht. Dass plötzlich, unter den vielen Vorstellungen an den vielen Spielstätten, die wir besuchen, eine Aufführung uns packt, von der wir es gar nicht erwartet hätten. Und uns vor Augen führt, dass wir eben doch längst noch nicht alles gesehen haben.
Ladies and Gentlemen: Darf ich Ihnen den norwegischen Tänzer und Choreografen Ludvig Daae vorstellen – ganz sicher eine der erfreulichsten Überraschungen der letzten Jahre! Sein erstes Solo, «MM» (2011/12), kommt wie eine Ars poetica daher: Es gibt einen ersten Einblick in ein Universum, in dem nicht nur eine ganz präzise Vorstellung von Gegenwärtigkeit in Zeit und Raum herrscht, sondern das sich selbst ausdrücklich als Metapher dessen begreift, was wir von einer Tanzperformance erwarten dürfen. Daae selbst erklärt, dass uns «MM» dazu einlädt, «Ludvig (26) dabei zu beobachten, wie er im Film mit sich selbst verhandelt, sich selbst reflektiert – ein künstlerischer Prozess, dessen Schöpfer und gleichzeitig auch Darsteller er ist». Aber wir sehen noch mehr: «MM» ist, in puncto Akkuratesse wie naiver Unschuld, ein kleines Juwel. Es enthüllt, wie sich ein Zwiegespräch zwischen Bewegung und ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 155
von Tiago Bartolomeu Costa
John Neumeier, wie umfangreich ist Ihr gesamtes Werk zurzeit?
Wenn wir von Choreografien sprechen, umfasst mein Werk derzeit 152 Choreografien, hier vor allem größere Handlungsballette, aber auch kürzere Arbeiten. Des Weiteren habe ich für viele meiner Ballette die Kostüme kreiert, das Lichtkonzept entwickelt und die Bühnenbilder entworfen, auch daran habe ich die...
Sie sind noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, und deswegen ist die Solo-Therme in Otterndorf wie geschaffen für die acht Youngsters des Bundesjugendballetts. Warum nicht mal in einem leergepumpten Schwimmbecken tanzen? Noch dazu, wenn man die einmalige Bühne damit zu einem «Ausgezeichneten Ort im Land der Ideen» machen kann und dafür auch noch einen Preis...
Bei An Kaler läuft alles in Richtung einer Künstlerinnen-Biografie, die markante Spuren im zeitgenössischen Tanz hinterlassen könnte. Nach ihren Studien – «Transmediale Kunst» an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, Tanz an der Linzer Anton Bruckner Privatuniversität und «Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreografie» am Berliner Hochschulübergreifenden...
