der nussknacker

Das Staatsballett Berlin lässt das zauberhafteste aller Tanzmärchen auferstehen, in historischer Ausstattung. Das Schönste an diesem Weihnachtsklassiker sind so spiel- wie tanzfreudige Buben und Mädchen

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Der Zaubermantel von Drosselmeyer hat es in sich: Zwar erweckt er nicht unbedingt die Toten wieder zum Leben, aber er verwandelt die kindlichen Darsteller des ersten «Nussknacker»-Aktes in echte Tänzer-Persönlichkeiten. Statt Sabrina Salva Gaglio steht auf einmal die kleine, aber wunderbar kapriziöse Iana Salenko auf der Bühne der Deutschen Oper, um im weiteren Verlauf die Fée dragée zu verkörpern, während Marian Walter als Prinz Coqueluche den Nussknacker ersetzt, der fast zum Opfer des Mausekönigs geworden ist.

Und ab geht die Post im güldenen Schwanenschlitten – hin zur kunterbunten Konfitürenburg, wo beide sehnlichst erwartet werden von der Königinmutter und den drei Schwestern des Prinzen.

Eine «Nussknacker»-Aufführung, wie sie mehr oder weniger 1892 im Mariinsky-Theater zu sehen war. Ballettintendant Vladimir Malakhov hat sich nicht zuletzt deshalb für diese Anmutung des Originals entschieden, weil Antoniette Dell’Era, Primaballerina der Königlich Preußischen Hofoper, in Sankt Petersburg einst die erste Fée dragée verkörpert hat. Dass E. T. A. Hoffmann als preußischer Kammergerichtsrat die Erzählung von «Nussknacker und Mausekönig» in Berlin geschrieben hat, kommt als ...

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Tanz Dezember 2013
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Hartmut Regitz

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