amigas
Vor dem spanischen Klosterbau wiegen sich Palmen. Baumblüten leuchten im grellen
Sonnenlicht. Fast jede Straßenecke in der maroden Altstadt von Havanna hat solch malerischen Reiz. Gegenüber dem restaurierten Convento de Nuestra Señora de Belén befindet sich mitten in Havanna das Tanzzentrum von Lizt Alfonso.
Die in Kuba populäre, durch ihre Gastspiele mit «Fuerza y compás» und «Vida» auch international bekannte Tänzerin und Choreografin und ihr Mann, der Computeringenieur und Kompaniemanager Juan Carlos Coello, haben die frühere Druckerei hinter schattenspendenden Arkarden umgebaut, um derzeit sage und schreibe 1000 Schüler zu unterrichten. Aber nicht heute. An der Calle de Compostela wird gerade auf allen drei Etagen – in den Trainingssälen, in der Schneiderei und im Tonstudio – die neue Produktion «Amigas» geprobt und vorbereitet.
Zehn Jahre ist es her, dass Fidel Castro – damals noch maximo líder – bei Lizt Alfonso anrief. Am Abend zuvor hatte er sie und ihre Frauenkompanie bei einer Gala im Teatro Carlos Marx, einem hässlichen Betonklotz für Theatervorstellungen und Parteitage im Villenviertel Miramar, gesehen. Er soll gefragt haben, was sie denn brauche, um ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Klaus Witzeling
musik
Traditionell ist es der Choreograf, der ein Musikstück entdeckt oder in Auftrag gibt und dann etwas darauf choreografiert.
Das ist beileibe kein schlechter Ansatz.
musik
Ganz egal, was für Musik oder Klänge du dir zum Arbeiten aussuchst: Das Wichtigste ist, dass du dir Gedanken machst über die relative Gewichtung dessen, was wir am Ende zu sehen und zu hören...
Umsonst & draußen» war letztes Jahr. Heuer heißt es «unendlich frei» bei der Salzburger «Sommerszene», was durchaus ökonomisch zu verstehen ist: Freier Eintritt für alles. Reservieren muss man trotzdem, damit der freie Zugang zur Kunst nicht an fehlendem Platz scheitert. Alles gratis, nichts ist billig. Kunst soll für alle zugänglich gemacht werden. Gerade in einer...
...will neuerdings ein bisschen sein «wie ein Alchemist»: fantasieren, fixe Ideen verfolgen und wie einst die Goldmacher durch gewagte Transmutationen Edles erschaffen. Für ihr neues Stück «Violet» hat sich Meg Stuart deren mysteriöse Gedankenwelt geborgt, um im Tanz den Prozess der Transformation zu erforschen. «Wie vollzieht sich Veränderung, Verwesung, Entropie?...
