tanz im museum: gregor jansen
Affinität zum Tanz? «Hab ich nicht. Sie ist selbstverständlich wie die Affinität zum Essen. Bewegung im Raum. Ob man schreitet oder schlurft – das sind doch alles schon tänzerische Sprachweisen.» Gregor Jansen versteht nicht viel von Tanz – sagt er. Dabei ist sein Denken durchaus bewegungsästhetisch geprägt. Ein «heftiger Pogo-Tänzer» sei er gewesen, als Sport-Kletterer und Wanderer habe er in der Senkrechten getanzt. Trotzdem gibt er sich eher unbedarft. Gleichzeitig fasziniert den promovierten Kunsthistoriker, Ausstellungsmacher und Dozenten das Thema: Tanz im Museum.
Es ist die Lust am Neuen und Experimentellen, die dem Leiter der Kunsthalle Düsseldorf aus den blauen Augen funkelt.
Sein Interesse, sich Tanz ins Haus zu holen, hat nichts mit dem aktuellen Trend zu tun, sondern mit Kunstgeschichte. Der irisch-amerikanische Konzept- und Installationskünstler Brian O’Doherty verfasste in den 1960er-Jahren den Text «Inside the White Cube». Und beschrieb darin das Phänomen, dass der menschliche Körper in den leer geräumten, ästhetisch-weißen Kunsträumen und Ateliers seiner Zeit wie ein Störfaktor wirke. Doch der Mensch, sagt Jansen, sei Urheber und zugleich – Rezipient von Kunst. An ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: menschen, Seite 56
von Bettina Trouwborst
Was verbirgt sich hinter «Physical Introduction»?
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