Neue Bücher
Als ein «Rätsel des Entfliehens» hat Tatjana Gsovsky einmal den Ballettschuh bezeichnet und über die «kleinstmögliche Berührung mit der Erde», die «flüchtigste Spur» die Leichtigkeit ihres Seins wiederentdeckt. Angela Reinhardt, viele Jahre über Protagonistin der Komischen Oper Berlin, sieht das als Praktikerin vergleichsweise prosaisch. Obwohl von der «schwebenden Vollendung auf der Spitze» fasziniert, weiß sie, wo bisweilen der Schuh drückt, und bringt in das Buch die bisweilen schmerzhafte Erfahrung ihres Berufslebens ein.
«Tipps & Tricks für Kauf, Tuning und Pflege» heißt es im Untertitel, und auf mehr als hundert Seiten begeistert die Ballerina mit ihrem Wissen über den «seidenen Kothurn»: leicht fassbar, anschaulich beschrieben und so bebildert, dass auch die angehende Tänzerin am Ende den «passenden Spitzenschuh» findet.
Angela Reinhardt: Der passende Spitzenschuh. 112 S., zahlr. Abb., Henschel Berlin, ISBN 3-89487-525-9
Es gibt den Tanz nicht im Singular. Es gibt nur Tänze, schreibt Gabriele Brandstetter in tanz.de, dem von Johannes Odenthal herausgegebenen «Arbeitsbuch» zum zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Tanz erfindet sich in ständiger Selbstvergewisserung immer neu, ...
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Ekstase ist schwer angesagt: «Da trat ich aus mir raus», sagen die Tänzer, «geriet in einen flow», das «kann man nicht erklären», es war «wie eine Droge». Alexander Löwen nannte es 1975 in seinem Klassiker «Bioenergetics» «das Vibrieren des Körpers, das es ermöglicht, die unwillkürlichen Bewegungen des Körpers als Ausdruck seines Lebens und dessen Kraft zu erleben...
Die Westschweizer Tanzszene ist ohne Philippe Saire nicht vorstellbar. 1995 bezog seine Kompanie das Théâtre Sévelin 36 in Lausanne: Es wurde zum Tanzzentrum der Romandie schlechthin. Hier veranstaltet er Festivals und bringt fast jedes Jahr eine eigene Kreation heraus. Sein neues Stück «Sang d’encre», Blut aus Tinte, aber wurde in Basel uraufgeführt als...
Wir alle haben die Identität von Puppen
Geknutscht und umschlungen, umsorgt und behütet. Was stellten Mädchen nicht alles mit Ken und Barbie an. Jetzt träumen sie davon, dass ihnen auch selbst widerfährt, was sie einst ihren Puppen antaten. Erst mit Matchboxautos, dann mit PlayStation2 und bald auf der freien Wildbahn rasen die Jungs dem Leben davon, ballern...
