Hoffnungsträger: Raimund Hoghe
Er ist 70 Jahre alt. Ein Hoffnungsträger? Er trägt jedenfalls seine Bühnenstücke in die Theater und zum Publikum hin. Wie Pakete. Die packt er aus. Dann gibt er etwas ab. Was und wie man ihm das abnimmt, ist die Frage, immer wieder. Ob man mehr als zuschaut, nämlich hinschaut. Vielleicht gar aufschaut.
Hoffnung ist ein zu kleiner oder zu einfacher Begriff für das, was er seit 27 Jahren choreografiert.
Hoghe, der mit einem Buckel auf die Welt kam, in Wuppertal, und in den muffigen 1950er-Jahren von seiner Mutter alleine erzogen wurde, der als Kind Theaterstatistenluft schnupperte, sich aufs Schreiben verlegte, Journalist wurde, berühmte und ganz unberühmte Menschen porträtierte, der bei Pina Bausch und dem Tanztheater landete, zehn Jahre blieb als Dramaturg; der sich dann selbst mitten auf die Bühne stellte. Oder sich dort neben andere Tänzer legte, die er selbst arrangiert hatte. Der um sie herumging. Bei ihnen kniete. Der lief, balancierte, Dinge ablegte und auflas. Der sie anfasste, oder sich von anderen anfassen ließ.
Er lässt sich berühren: von der Historie verfolgter Künstler, von Monumenten der Tanzgeschichte, von Diven, von Musik. Von dem, was Tänzerinnen und Tänzer tun, ...
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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 169
von Melanie Suchy
Zuerst dachte ich – nein, ich habe keinen Glücksbringer, den ich immer dabei habe, wenn ich eine Vorstellung tanze. Ich habe den Theater-Aberglauben hinter mir gelassen, als ich 1989 das Landestheater Castrop-Rauxel verließ, um Neuen Tanz in Arnheim zu studieren.
Gleichzeitig steckte ich aber in den Vorbereitungen für mein neues Solo «triton tanzt. twisted...
Hallo Freunde, ich hatte keinen Glücksbringer (außer dass ich ständig und überall Einkaufslisten finde, auf der Straße, in Läden, in der -S-Bahn – und die als Zeichen des Universums nehme, dass alles okay ist), also ich hatte keinen Glücksbringer … bis ihr diese Anfrage rumgeschickt habt.
Ich kommuniziere seit einer Woche, tatsächlich seit dem Tanzkongress in...
Eines lässt sich gewiss feststellen, blickt man auf das belgische und niederländische Tanzgeschehen der zurückliegenden Saison: In beiden Ländern setzen widrige finanzielle und organisatorische Bedingungen dem Tanz empfindlich zu. Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass bedeutende künstlerische Ereignisse ausgeblieben sind. Eine bemerkenswerte...
