Schöner, länger, kürzer

Tanzen gegen die Stoppuhr

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die zeit vergeht. daran ist nichts zu ändern. zeitkunst ist vergängliche kunst. augenblickskunst.
unwiederholbare tanzkunst. manchmal beklagt man dies in einer gesellschaft, die bücher, partituren, kunstwerke, filme sammelt, nur tanz nicht sammeln kann.
aber auch bücher existieren nur im moment der lektüre, kunstwerke nur im augenblick des betrachtens.
woher die sorge des tanzes, vergänglich zu sein – als eine kunstform, von der man sagt, sie sei älter als die kunst?
weil sie immer auch vorkunst ist und so ewig ist wie der menschliche körper.

auf diesen seiten haben wir zusammengetragen, was den tanz zur zeitkunst macht:
unwiederholbar ist er als eine kunst, die man immer wiederholen muss, und die sich immer verändert, um sich selbst zu erhalten

 

 

die schönste zeitstreckung: 1 sekunde, genüsslich gedehnt auf 1 stunde in jo fabians tübinger inszenierung «new world order» von 1994
die kürzeste noch wahrnehmbare choreografie: «pizza girl» von william forsythe, 1986 in frankfurt/main. dauer: 1 minute pro stückchen
die bewegendsten 7 minuten: so lange tanzten 2743 israelische araber hand in hand den traditionellen dakba im israelischen akko am 22. juli 2007
7664 teilnehmer tanzten 2005 ...

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Tanz Jahrbuch 2007
Rubrik: Schwerpunkt, Seite 7
von

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