Enea21
«Eins, zwei, drei, Step» – Bachata ist gar nicht so einfach. Nicht für den kleinen Jungen, der noch nie nach Anleitung getanzt hat. Er darf darum an den Hüften der Tanzlehrerin Tamara Lorandi andocken. Anderen fällt das leichter, sie können drehen und sich wenden – sie üben seit Jahren. Die Unterschiede zwischen den Begabungen sind groß. Das ist in dieser Tanzklasse für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt, nicht anders als in jeder anderen. Auch hier gibt es eine große Spannbreite der Fähigkeiten.
Als Claudia Carlucci vor 13 Jahren ihren neugeborenen Sohn mit der Diagnose Trisomie 21 in den Armen hielt, suchte sie nach (Vor-)Bildern für das, was aus Alessandro Enea werden könnte. Der Junge spricht zwei Sprachen, spielt Klavier und reitet. Und er hat Spaß am Tanzen, denn seine Mutter ist leidenschaftliche Salsa-Tänzerin. Indes, eine Tanzklasse, die ein Kind mit Down-Syndrom aufnehmen würde, ließ sich nicht finden. Die musste in der Schweiz erst auf die Beine gestellt werden.
Claudia Carlucci hörte von Tamara Lorandi, die in Italien Tanzkurse für behinderte Kinder anbot, und holte sie 2012 für die ihre neue Latin Tanzschule Enea21 nach Luzern. ...
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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Praxis, Seite 71
von Lilo Weber
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