Joséphine Baker
Joséphine Baker zählt zu den populärsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr legendärer Bananen-Gürtel schrieb Theatergeschichte, ihr Chanson «J’ai deux amours» wurde zum Evergreen und zur Baker-Hymne. Sie war die Königin des Charleston der goldenen Zwanziger Jahre, die Diva der Folies-Bergère und des Casino de Paris. Und sie war die Mutter der «Regenbogenfamilie» in Les Milandes – so sehen die meisten Europäer gern «ihre» Joséphine.
Das politische Leben der Baker wurde schon zu ihren Lebzeiten ignoriert, manchmal auch als Presse-Gag abgewertet.
Man registrierte ihre unzähligen Benefizkonzerte, Konferenzen, Vorträge und Wohltätigkeitsveranstaltungen als soziale Geste, aber ohne die politische Dimension zu würdigen. Natürlich – weil die Baker gezielt gegen Rassismus vorging, ob in den USA oder in Europa. Sie stellte Macht infrage und sich selbst auf die Seite der Unterdrückten, der Recht- und der Mittellosen.
Erst jetzt – anlässlich des Jubiläums ihres 100. Geburtstags – ist in Frankreich erstmals ein Buch erschienen, das den Umfang und die Bedeutung ihrer Arbeit für die Résistance von General de Gaulle ans Licht bringt: «Joséphine Baker contre Hitler. La Star Noire de la France ...
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