highlights
zürich
theater spektakel
Diese Frau verkörpert alles, wofür der Name des Schweizer Festivals steht: Marlene Monteiro Freitas ist reines Theater und reines Spektakel in ein- und derselben Person. Ihr «De marfim e carne – as estátuas também sofrem» (tanz 5/15) reißt jeden mit, der für schrillschräge Auftritte was übrig hat – ohne deshalb das Hirn ausschalten zu müssen.
Aber verstehen sich Denken und Fühlen überhaupt miteinander? Dieser Frage geht Panaibra Gabriel Canda in «(Un)official Language» nach, während der neue Flamenco-Stern Rocío Molina (S. 40) ein klares Bekenntnis zu «Afectos» ablegt. Ein Abstecher nach Zürich kann demnach Kopf und Bauch ganz schön in Wallung bringen, jedenfalls zwischen dem 6. und
23. August; theaterspektakel.ch
Auch dabei: «The Last Attitude» von Mamela Nyamza & Nelisiwe Xaba
graz_________
steirischer herbst
Uraufführungen auf diesem Festival haben es in sich: Mette Ingvartsen wird im Dombergstollen «7 pleasures» gebären – sieben Varianten für ein «unheimliches Vergnügen». In einer choreografierten Orgie feiern am ersten Festwochenende zwölf Performer die Nähe und die Sinnlichkeit. Die dänische Choreografin unterstellt, dass unsere Vorstellung von ...
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Tanz August-September 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 36
von
«Peters – Tanzarchiv» steht auf dem Klingelschild – seit mehr als 40 Jahren. Seit das Ehepaar Peters in die Wohnung in dem grün-weißen Haus am Brüsseler Platz in Köln eingezogen ist. «Aber es ist schon lange nichts mehr hier», stellt Gisela Peters klar und weist mit dem ausgestreckten Arm in die Wohnung. Und die proppenvollen Regale? «Alles Bücher, die nichts mit...
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strawinsky heute
Es muss nicht immer «Sacre» sein. Es gibt auch andere Stücke von Igor Strawinsky, die sich ganz unterschiedlich ins Hier und Heute holen lassen – so wie es in dieser Saison das Stuttgarter Ballett getan hat, und zwar auf dreifache Weise. Wie Phönix hebt sich der «Feuervogel» des flämisch-marokkanischen Meisterchoreografen Sidi...
Meg Stuart, seit 2006 in Berlin lebend und unlängst 50 geworden, arbeitet ihr halbes Leben lang an einem Werk, das sich als fortgesetzte Grenzüberschreitung begreift. Protagonisten sind meist die Hypersensiblen, die Versehrten, möglicherweise zersplitterte und jeweils neu zusammengesetzte Spiegelbilder ihrer selbst. Geboren wurde Meg Stuart in New Orleans, ihre...
