im kino: Bödälä - dance the rhythm
«Bödälä» heißt nicht etwa ein neues Wohnaccessoire von Ikea, sondern ein Schweizer Dokumentarfilm über verschiedene Spielarten des Stampftanzes, den die Bewohner der Alpenrepublik praktizieren (seit Ende November auch in Deutschland zu sehen). Als da sind: neben den Importen Irish Folk Dance, Stepptanz und Flamenco das Bödälä eben, hochdeutsch übersetzt mit «Bödelen». Auch Folkloreallergiker sollten keinen Bogen um Gitta Gesells Kinotanzmixtur machen.
Denn die Protagonisten – von der Friseuse über den Tagelöhner bis zum Profi-Performer – versprühen so viel Enthusiasmus, dass eine Kinokarte keine Fehlinvestition ist. Sicher sind die trachtenmäßig aufgezäumten Bödälä-Paare, die zur Stubenmusik umeinander kreiseln, gewöhnungsbedürftig. Wer aber die erste Irritation überwunden hat, lässt sich von einer Handvoll querköpfiger Eidgenossen anstecken, für die das Tanzen mehr ist als ein zufälliger oder traditioneller Zeitvertreib.
Dabei entstehen sogar ästhetisch verblüffende Novitäten. Ania Losinger, ursprünglich für den Flamenco entflammt, lässt ihre Füße (und Hände) über einen eigens entwickelten Klangkörper tanzen, eine Art Xylophon im Großformat. Die hoch gewachsene Schweizerin ...
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