newcomer: fang-yu shen

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Als sie ihren ersten Wettbewerb gewann, war das eine völlige Überraschung: «Preise oder Geld hatte ich noch nie gewonnen, auch nicht beim Lotto». Fang-Yu Shen hat den Schalk im Nacken. Der geistert auch durch ihre Choreografien, die luftig-melancholische Gespinste herstellen; da flackert, flattert, taumelt plötzlich etwas, hält unvermutet an, dreht ab.

Fang-Yu Shen bekam beim Ludwigshafener «No-Ballet»-Wettbewerb 2012 den dritten Preis, bei der Choreografie-Ausscheidung in Hannover 2011 den Kritikerpreis und von Ed Wubbe die Einladung für eine zweijährige Residenz beim Scapino Ballet.

Bislang hat sie mit Studierenden und dem Folkwang-Tanzstudio gearbeitet. In Rotterdam wird sie ihr jüngstes Trio neu einstudieren und etwas Größeres machen – auch, hofft sie, in Kooperation mit Künstlern anderer Sparten. So komme sie vielleicht mit ihrem «old-fashioned movement style» weiter, wie sie sagt. Eigentlich schätzt sie das Tanzentanzen, nicht zuletzt seit den sechs Jahren Tanz- und Choreografie-Studium an der Folkwang-Universität bis 2011: «Tanz als Bewegung wertschätzen», «mit dem eigenen Körper eins sein» – das sind, jenseits schierer Technik, ihre Maximen. In ihrer Heimat Taiwan hat sie ...

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Tanz Februar 2013
Rubrik: menschen, Seite 32
von Melanie Suchy

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