Alban Lendorf

Tanz - Logo

Das Königlich Dänische Ballett zeigt derzeit zu wenig Charakter. Die meisten der Neuzugänge haben nach dem Engagement von Nikolaj Hübbe nicht genug Persönlichkeit, weder in dänischen Klassikern wie «Napoli» noch in John Neumeiers «Sommernachtstraum», der darum wenig überzeugte. Allein Alban Lendorf schafft es, sogar in Nebenrollen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er ist der einzige Hoffnungsträger, der für eine erfolgreiche Fortsetzung der Bournonville-Tradition steht.

Mit Brillanz, Humor und seiner Jugend hält er gegen ein ermüdet wirkendes Repertoire in einer Kompanie, die im Moment verloren wirkt beim Versuch, sich in der eigenen Tradition zu erneuern und sich die technischen Fähigkeiten anzueignen, für die das dänische Ballett nun mal steht. Mit eben einer Ausnahme: Alban Lendorf.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 133
von Charlotte Christensen

Vergriffen
Weitere Beiträge
Friedemann Vogel

«Es war so ein ‹Gesucht – Gefunden›.» Nach drei Monaten täglicher (wirklich täglicher) Arbeit an «Orlando» ist der Hauptdarsteller immer noch der größte Fan seines Choreografen. Friedemann Vogel spricht mit Begeisterung und Liebe von Marco Goeckes wunderbaren Ideen, von dessen positiver Ausstrahlung, durch die man «einfach mitmachen will». Alle im Theater seien...

Der selbstbewusste Tänzer

Um die Situation der Tänzer in Deuschland zu beschreiben, kann man ihnen getrost einen Spiegel aus Frankreich vorhalten. Aus der Ferne erkennt man sich vielleicht ein bisschen besser. Dort prophezeit, seit nun bald einem Jahrzehnt, die Choreografin Karine Saporta, dass Frankreichs Kulturbetrieb zusammenbrechen werde. Aber es passiert nicht. Die Fassade steht. Dass...

Tanz in den Ländern

Solange es kein Staatsziel «Kultur» gibt, braucht der Tanz trotz Tanzplan vor allem die Kommunen und die wiederum die Bundesländer. Die Unterschiede sind gewaltig: Wer den Tanz wirklich fördert, hat die besten Choreografen. Wer von ihm nur Quoten fordert, muss einsehen, dass das Bedürfnis nach Tanz trotzdem kontinuierlich steigt. Lesen Sie die Diagnosen der...