auf cd: musik der ballets russes

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Sören Meyer-Eller, warum haben Sie sich intensiver, als es bisher getan wurde, mit dem musikalischen Œuvre der Ballets Russes befasst?
Dass ein bestimmtes Musikwerk für Sergei Diaghilews Truppe geschrieben wurde, schien bisher wenig wichtig. Noch keine Plattenfirma hat versucht, so etwas umzusetzen. Ballett und Musik sind sozusagen Parallelwelten. Natürlich entstand «Le sacre du printemps» für Diaghilew und die Ballets Russes – aber diese Information ist in einem Beiheft häufig nur eine Randnotiz wert. Das gilt auch für zahlreiche andere Werke.

Viele Ballette sind für Diaghilew entstanden, die heute vergessen sind, so schlecht können sie aber wohl nicht gewesen sein.

Auf wie viele CDs ist die Edition angelegt?
Das lässt sich noch nicht sagen. Einige Ballette wurden damals musikalisch so umgesetzt, dass viele kürzere Stücke nacheinander aufgeführt wurden. Solche Pasticcios sind manchmal schwer zu rekonstruieren.

Gab es editorische Probleme?
Vor allem im Bereich der Partituren und ­verwendeten Fassungen. So scheint es von Reynaldo Hahns «Le dieu bleu» keine Orchesterpartitur zu geben, nur einen Klavierauszug. Oder: In welcher Fassung wurde Modest Mussorgskis «Eine Nacht auf dem kahlen ...

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Tanz März 2011
Rubrik: medien, Seite 60
von Hartmut Regnitz

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