kopenhagen: nikolaj hübbe «eine volkssage»

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Bevor Nikolaj Hübbe zum New York City Ballet ging, war er derjenige Tänzer in Kopenhagen, der das Bournonville-Repertoire des Königlichen Theaters repräsentierte. Sein Charisma sorgte dafür, dass sich die männlichen Protagonisten in August Bournonvilles «Napoli» und «La sylphide» mit Leben füllten. Kaum wurde er Ballettdirektor in Kopenhagen, ließ Hübbe das Repertoire in der Versenkung verschwinden. Nur seine sehr eigenen Versionen des alten Meisters blieben.

Zwischen «Napoli» und seiner jüngsten «Volkssage» erhielt das Publikum allenfalls winzigste Ahnungen vom alten Werk durch Thomas Lund, der die männlichen Partien nach der Kunst der Bournonville-Schule bewahrt hat.

Hübbe sagte im Interview, dass er die bekannte «Napoli»-Version gar nicht so gern für Kopenhagen geschaffen habe, nicht so gern wie diese «Volkssage», die ihn vor allem aus musikalischen Gründen fasziniere. Die Zusammenarbeit zweier Komponisten, Niels W. Gade und Johann P. E. Hartmann, verzaubere, sie sei quasi die Quintessenz des Nordischen. Der Walzer des Brautpaars im dritten Akt der «Volkssage» ist tatsächlich ein Höhepunkt jeder Hochzeit in Dänemark. Was aber macht «das Licht» in dieser Komposition, das Hübbe ...

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Tanz April 2011
Rubrik: kalender, Seite 40
von Charlotte Christensen

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