emio greco...
Wie animierte Schlenkerpuppen hüpfen die Tänzer durch den Raum. Dabei atmen sie tief, so tief, als wollten sie die Außenwelt in sich aufnehmen. Sie beginnen sich rhythmisch zu schütteln, immer heftiger, werfen die Gliedmaßen in alle Richtungen. Sie drehen sich mit lang gestreckten Beinen und hoch gerissenen Armen in asymmetrischen Figuren: Schlenkerpuppen wie an der Steckdose. Pure Energie. «Enjoy the noise of your body», ruft Emio Greco den Workshop-Teilnehmern bei «ImPulsTanz» in Wien zu. Sie tanzen sich in eine Art Trance bis zur totalen Erschöpfung.
Greco hat ein Ziel erreicht: Die Studenten befördern ihre inneren Bewegungen nach außen. Und sind auf einer Reise zu sich selbst. Ihre Körper kreieren Formen – aus Training wird Tanz. Mit dem Workshop «Double Skin / Double Mind» touren Emio Greco und sein künstlerischer Partner Pieter C. Scholten sowie Assistentin Bertha Bermúdez Pascual weltweit. Die vom italienischen Tanzkünstler und niederländischen Dramaturgen und Theaterregisseur erarbeitete Trainingsmethode hat sich zu einem Markenzeichen entwickelt.
Als der charismatische Tänzer Greco die vierzig überschritt, drängte es ihn immer weniger auf die Bühne. Seit 2004 erforschen ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: menschen, Seite 20
von Bettina Trouwborst
18 Kerzenlampen hängen an 18 Bambusstangen. Eine brennende Giraffe wird an die Rückwand projiziert. 18 Tänzerinnen tanzen auf Sandboden zu Steve Reichs «Music for 18 Musicians». 18 mal 18 mal 18: Es regiert die Mathematik. Zwar keine Zahl Pi weit und breit. Trotzdem: Das Stück vergeht einfach schneller, vielleicht, weil weniger passiert. Die Uhr oben rechts zeigt...
Das Theater der Klänge macht seinem Namen wieder alle Ehre, nachdem zwei kleinere auf Schauspiel und Text fokussierte Produktionen etwas bieder daherkamen. Das Düsseldorfer Ensemble, das sich 1987 gründete aus Musikern, Tänzern, Schauspielern und sich oft auch auf die Bauhaus-Bühnenkunst bezog, entwickelte 2005 die «HOEReografien». Sie bieten ein Szenario, das Tanz...
«Break-Dance […] hat sich auch hierzulande etabliert», war am 12. März 1985 auf der lokalen Kulturseite des «Sächsischen Tageblatts» zu lesen – in einem Land, in dem es ihn eigentlich nicht geben durfte. Natürlich waren die sozialen Bedingungen in der DDR nicht annähernd jenen vergleichbar, die in den schwarzen Ghettos Amerikas zu seiner Entstehung beigetragen...
