Der direkte Weg zu tanz – Vorschau auf kommende Ausgaben
im januar: sabine kupferberg_________
Nicht nur Jiří Kylián hält seine Muse für eine der bedeutendsten Schauspielerinnen. Dabei ist Sabine Kupferberg von Haus aus Tänzerin. In Wiesbaden geboren, hat sie erst beim Stuttgarter Ballett Karriere gemacht, bevor sie mit «ihrem» Choreografen ans Nederlands Dans Theater wechselte. 31 Jahre lang gehörte sie dem Ensemble an. Stücke wie «Silent Cries» oder «Falling Angels» wären ohne Sabine Kupferberg undenkbar.
Ihretwegen gründete Kylián das nachgerade legendäre NDT 3, das der tänzerischen Darstellung neue, vor allem aber reifere Ausdrucksbereiche erschloss. Nach wie vor aktiv, spielt die «Frau mit den tausend Gesichtern» in den Filmen Kyliáns eine wichtige Rolle. Und ist der Star bei Kylworks, einer kleinen Kompanie, mit der sie derzeit wieder die Welt bereist.
im februar: die ballett-gala_______
In Abendrobe und Smoking ins Theater? Das traut sich fast niemand mehr. Es sei denn, eine Tanz-Gala steht auf dem Programm: eine jener Multimix-Revuen, bei denen der allerklassischste Pas de deux auf das allerzeitgenössischste Körperabenteuer trifft. Dann gilt fürs Parkett noch ganz unschuldig die Devise – sehen und gesehen werden! Meist bittet ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2014
Rubrik: impressum, Seite 80
von
Premieren von Constanza Macras zu visitieren, kam zuletzt häufig einer Strafexpedition gleich. Die Choreografin versank zusehends im urbanen Trash-Sumpf, der Sinti- und Roma-Stadl «Open for Everything» markierte 2012 den Tiefpunkt ihrer einst senkrecht gestarteten Karriere. Umso schöner, dass das im Festspielhaus Hellerau bei Dresden uraufgeführte Kriegsmemorial...
Ein «weißes Ballett», Tanz einer todgeweihten Gesellschaft: Weiß ist der Schneegipfel, auf dem Thomas Manns Held Hans Castorp für sieben Jahre ein Refugium im Lungensanatorium findet. Weiß sind die seiden-zarten Kleider der Kranken, weiß ihre Leichensäcke. Denn wer sich auf die Berge bei Davos begibt, der leidet zumindest vorgeblich an der «weißen Pest», der...
Sie sind natürlich auch an diesem Abend nicht vergessen: die zahllosen jungen Frauen, die sich in mehr als 100 Jahren schon als «Sacre du printemps» zu Tode getanzt haben. Die rasten, taumelten, stürzten, nackt und schweißüberströmt, zarte Menschenkörper, geopfert fürs höhere Ideal. Sie sind die spukhaften Referenz-Leiber in den Köpfen der Zuschauer – gerade weil...
