persönlich
newcomer: Jackson Carroll
Der Tänzer wirkt, als ruhe er sehr in sich. Und das in diesem Alter! Jackson Carroll strahlt Klarheit aus, ohne Ornament. So ein «Hier bin ich, mehr auch nicht». Man könnte die Klarheit mit Langsamkeit verwechseln. Beim Gespräch im Düsseldorfer Opernhaus trägt der 20-Jährige Jeans und blasses T-Shirt. Ein ruhiger, offener Blick. Präzise Sätze, keine Geschichten. Gern bestäubt er die Auskünfte mit ironischer Duftnote und lacht leise über sich.
Dafür denkt Carroll umso mehr und tanzt als neues Juwel in Martin Schläpfers Ballett am Rhein.
2010 kam er aus seiner Heimatstadt Toronto in sein erstes Engagement. Auf der Bühne wirkt er kleiner und schmaler als andere Schläpfer-Männer, aber vor allem leichter, kurz vor der Flüchtigkeit. Etwas, was man als choreografische Idee in Schläpfers «Neither» und kürzlich im «Deutschen Requiem» zu spüren meinte.
Am Anfang war ein Bild. Ein Ballettplakat faszinierte den zehnjährigen Jackson; er besuchte ein Studio, bald darauf die National Ballet School am Ort. Sieben Jahre bis zur Hochschul- reife samt Tanzstudium inklusive Auftritte in «Dornröschen». Dann kamen die Zweifel, «immer noch das zu tun, was du mit zehn Jahren ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2011
Rubrik: menschen, Seite 32
von
«Als Solotänzerin habe ich letzten Juli eine Nichtverlängerung bekommen. Ich bin der Auffassung, dass das nicht geht, denn mit Ende der Spielzeit 2010/11 war ich 15 Jahre ununterbrochen an diesem Theater tätig. Darüber hinaus kann ich mir nicht vorstellen, dass die Gründe, die mir der Intendant für die Nichtverlängerungsmitteilung bei der Anhörung genannt hat,...
Im Wörterbuch folgt «miraculous» (wunderbar) auf «mirage» (Trugbild, Luftspiegelung). Beide Begriffe stehen abwechselnd für den Tanztheatertitel von Guy Weizman und Roni Haver. «Miraculous Wednesday» für 14 Tänzer aus zwei Ländern wird in den Niederlanden touren. Ein komischer Mittwoch: Hätte auch ein anderer Tag sein können. Es sei einfach einer dieser wundersam...
Erich Walter, Roberth North, Tom Schilling, Pavel Šmok taten es. Roland Petit tat es. Sie und viele weitere Choreografen konfrontierten einen Menschen, wie es Tradition auch in der bildenden Kunst ist, ein Mädchen, mit dem Tod. Der kommt nicht als ein Lebensentreißer, sondern als einer, der sanft in tröstliche Gefilde überführt.
Auch Ralf Dörnen und das Ballett...
