der zentaur
Es gibt ein Vorspiel vor dem Vorhang, einem monumentalen Plissee in gediegenem Beige. Pferde waren angekündigt, doch da steht ein Piano. Ein merkwürdiges Kerlchen klettert darauf herum und wirkt trotz eines Jacketts nicht gerade wie ein Pianist. Die schrägen Töne der Sonate kommen vom Band. Während sich der Piano-Alpinist unendlich langsam Richtung Boden windet, erweckt er kaum den Eindruck, er habe mit dem Publikum noch Menschliches zu teilen. Er dringt vielmehr vor ins Reich der Toten, ohne Anzug, nur scheinbar nackt. Seine silberfarbene Haut schillert wie ein Panzer.
In seinem Schutz überschreitet er die Grenzen zwischen Mensch und Schlange, Kröte, Ferkel oder Spinne. Es ist der Altmeister des Butoh, Ko Murobushi, der hier etwas Wiederkehrendes verkörpert, dieser einstige Gefährte Tatsumi Hijikatas, der nun sein Leben mit dem Pferdetrainer Bartabas und dessen engsten Vertrauten teilt, mit einem der Erfinder jenes Genres, das man Tanztheater mit Pferden nennt. Sie heißen Horizonte, Soutine, Pollock und Le Tintoret. Drei sind weiß, eines ist schwarz. Der Rumpf wächst wie ein Baumstumpf aus dem Boden, darüber thront ein menschlicher Oberkörper. Pferd und Mensch verwachsen ...
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Tanz März 2011
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Thomas Hahn
Die BA- und MA-Studiengänge in Music & Movement an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen präsentieren sich in Praxisworkshops, Vorträgen und Präsentationen für die ein- oder zweijährigen Master-Profile Rhythmik Performance, Elementare Musikpädagogik, Rhythmik im Sozialen Kontext, Klassenmusizieren und Stimme-Klang-Bewegung. Am 29. und 30. April.
mh-t...
Das ist schon unglaublich: Die Schmusepopper Pet Shop Boys verbinden sich mit Londons Skandalchoreografen Javier De Frutos. Sie lassen sich ein Märchen von Hans Christian Andersen, «Das Unglaublichste», vom gefeierten Regisseur Matthew Dunster einrichten und holen den früheren Royal-Ballet-Star Ivan Putrov als tänzerisches Zugpferd. Und nennen die Produktion dann...
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