Mette Ingvartsen, Jefta van Dinther «It’s in the Air»
Das ist vertraut: Harter unbeweglicher Boden, darauf ein vergleichsweise weicher beweglicher Tänzerkörper, der seine kostbare Biegsamkeit gern auch mal auf den widerständigen Untergrund krachen lässt. Aber keinesfalls hopst der zeitgenössische Künstler-Leib. Gehüpft wird nicht mehr, höchstens mal «drübergehüpft», wenn ein Tisch oder sonstiger Zivilisationskram bereitsteht, mit dem man etwa die Beschwernisse unseres objektbeherrschten Daseins demonstrieren kann. Aber grundlos abheben – zu uncool, undepressiv, undezent.
Jetzt aber kommen Mette Ingvartsen und Jefta van Dinther.
Die Dänin Mette Ingvartsen ist Brüsseler P.A.R.T.S-Absolventin, hat also neben Tanz noch jede Menge Theorie und postmoderne Philosophien studiert und ist mit intelligenter Ironie gesegnet.
So demonstrierte Ingvartsen auf ihrer Bühne schon endloses Porno-Posing, machte eine Porno-Posse daraus: Fünf Tänzer, verhüllt bis über den Scheitel in blauen Ganzkörpertrikots, formierten sich unschuldig wie Kinderspielzeug zu einer endlosen Serie von Sex-Skulpturen. «To Come» hieß die abstrakte Anmache, uraufgeführt im Essener PACT Zollverein, wo Ingvartsen nun gemeinsam mit dem Tänzer Jefta van Dinther wochenlang über den ...
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Sie lächelt. Evas Lächeln ist unnachahmlich, so groß, ihre Verbindung zur Welt, eine Linie im Bogen, und ein Blick, der immer auch ein bisschen für sich behält. Doch ihr Tanz führt diese Linie fort, ihre Arme greifen in den Raum, die Schwünge, der gestreckte Körper. Eine seidenfeine Zähigkeit, mit der sich der Mensch gegen Bodenschwere und Luftleichtigkeit...
Something or someone’s got “legs.” It’s a turn of phrase that simply means a person or thing is worthy and has staying power. In that respect, Édouard Lock’s got legs. Otherwise, let’s just say that, on the surface, the topic of legs in dance can seem sexy, or sexist. Depends on your perspective. And I’m all too aware how any term can brand someone, particularly in...
Ein gepfefferter Leserbrief. Ein Pamphlet in der Lokalzeitung, sehr aggressiv. Unter dem schlichten Titel «Reflexiones sobre el festival de las artes» ballern die Verteidiger des kulturellen Erbes aus allen Rohren. Unerhört, für das Kulturfestival in Salamanca Jahr für Jahr im Hof der Casa de las Conchas, einem venezianisch anmutenden Palast aus dem 16....
