tarzan
Am Broadway hielt der Affenmensch nur etwas mehr als ein Jahr gegen die harte Konkurrenz durch, in Deutschland dagegen schwingt sich «Tarzan» bereits seit acht Jahren von Standort zu Standort. Als Disney-Lizenz-Produktion brachte Stage Entertainment das klassische Familienmusical 2008 nach Hamburg. Die Flugschau mit Phil-Collins-Songs hat von ihrer Zeichentrickvorlage die bewährten Disney-Qualitäten mitbekommen: eine spannend erzählte Handlung, liebenswerte Figuren, humorige Dialoge und dann auch noch die politisch korrekte Haltung.
Denn hier sind die Menschen nichts als böse Eindringlinge in die unschuldige Natur, statt ihrer besitzen die Gorillas die richtige Moral und ein funktionierendes Sozialsystem.
Die Hauptattraktion des Abends ist eine durch den gesamten Theaterraum schwingende Luftakrobatik, für die jeweils eine ausgeklügelte Mechanik aus Seilzügen und dehnbaren Bungeeseilen an der Decke des Auditoriums installiert wird. Auch das grüne Dschungel-Bühnenbild reicht bis weit in die Seitenlogen. Die Darsteller klinken sich an ihren «Lianen» fest, Tarzan schwingt sich bei seinem ersten Auftritt vom zweiten Rang auf die Bühne herab, seine fröhlichen Gorilla-Freunde sausen ...
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Tanz August/September 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 16
von Angela Reinhardt
René Magritte hätte an dem Bild seine Freude gehabt. Ein silberner Reif schwebt auf der Bühne. Darin eingelassen: ein Felsbrocken, wie ein Berg gestaltet, der für die Insel steht, auf die sich Prospero zurückgezogen hat. Das Papierschiffchen, das Ariel zuvor in seinen Händen hielt, ist längst zerdrückt, jede Verbindung zur Außenwelt damit abgebrochen. Geblieben ist...
ravel
Sidi Larbi Cherkaoui macht nicht nur seinen Tänzern Beine, er mobilisiert auch die Medien. Kaum uraufgeführt, ist sein «Ravel» für das Ballet Vlaanderen bereits auf dem Bildschirm präsent, und das zur besten Sendezeit. Das heißt, seine Neufassung von Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung» in der Orchesterfassung von Maurice Ravel, die der neue Ballettdirektor...
«Ich kann die Studenten lehren, dass sie sich eine Situation schaffen, Partner finden, Netzwerke bilden. Letztlich, dass sie sich wohlfühlen in der Stadt. Und das», fügt Gabriele Klein nachdrücklich hinzu, «ist sehr viel.» Klingt angenehm plausibel. Nur würde man vermuten, dass es sich bei den genannten Lehrinhalten um das Rüstzeug eines akademischen...
