Hinter den Kulissen
Die 30. Saison des Maison de la danse in Lyon wird die letzte von Guy Darmet sein. Der Gründer des Hauses legt zugleich auch die Leitung der Biennale de la danse nieder. Ein Nachfolger, der beide Flaggschiffe mit so viel natürlicher Autorität und Ausstrahlung leiten kann, dürfte schwer zu finden sein. Der Posten wird nun international gesucht. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September. Die Entscheidung fällt eine Jury im Februar 2010. (Thomas Hahn)
Leipzig hat ihn wieder: Mario Schröder, den ehemaligen ersten Solisten des dortigen Balletts.
Der Palucca-Schüler, der unter dem legendären Uwe Scholz vor zehn Jahren die nicht so ferne Weite suchte und in Würzburg, jetzt in Kiel, das Amt des Chefchoreografen lernte. 2010 wird er Nachfolger des Kanadiers Paul Chalmer. Beschlossen wurde dies in einer Zeit, da der mit allen Wassern gewaschene Geschäftsführer Alexander von Maravic (er bot schon Frank-Patrick Steckel und Claus Peymann die Stirn) selbst den Intendanten gibt. Trotzdem geht Angst um, dass unter Mario Schröder die große Kompanie erheblich schrumpfen könnte.
Wenig glorreich das Aus des Berliner Flamenco-Festivals, das vom 6. bis zum 15. August stattfinden sollte. Das geplante ...
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Die Einlasskontrolleure staunen nicht schlecht. So viel Andrang haben sie in der Berliner Akademie der Künste schon lange nicht mehr erlebt. «Und das alles für eine Tänzerin?», fragt der Ticket-Abreißer kopfschüttelnd und wird umgehend ortstypisch rau gedeckelt: «Dat is ja nu nich irgendeine, die hier jeehrt wird, dat is die Grööößte aller Zeiten!»
Filigran, im...
ist ein Schatz, den der Filmautor und -regisseur Kaspar von Erffa in Potsdam heben will. Denn dort wimmelt es von preußischen Schlössern und Gärten. Nun soll allsommerlich Fritzens alter Glanz und Gloria wieder auferstehen. Feste, höfische Tänze, Maskenbälle, Choreografien zu Pferd, nicht alle Lustbarkeiten sind vergessen. Wenn auch zum Weltkulturerbe nur alte...
Salia Sanou und Seydou Boro gehören zu den Aushängeschildern eines zeitgenössischen afrikanischen Tanzes, den es, glaubt man Germaine Acogny im Senegal, gar nicht gibt.
Das z-Adjektiv steht in Afrika vor allem für «europäischen» Tanz. Aber was wäre die Kompanie Salia nï Seydou, hätten die beiden nicht vor 16 Jahren in Montpellier bei Mathilde Monnier ihre ersten...
