Exportmeisterin
Die Deutschen sind Exportweltmeister. Nur die Bühnenkunst, made in Germany, bleibt viel zu oft zu Hause. Warum? Gerade Tanz gilt doch als besonders «tourfähig». Und Hilfe gibt es auch. Niemand im Ausland muss eine Produktion kaufen, ohne zusätzliche Finanzhilfe etwa durch das Goethe-Institut oder Pro Helvetia zu erhalten. Auch andere Fördermöglichkeiten, die des Nationalen Performance Netzwerks und seiner mit 1,3 Millionen Euro ausgestatteten «Internationalisierunsginitiative Tanz» oder die aus Bundesländern wie Berlin und NRW, sind durchaus lohnenswert. Sagt Jana Grünewald.
Die in Rotterdam ausgebildete Tänzerin betreut am Internationalen Theater Institut das Programm touring-artists.info – etwa, um über Fallstricke in internationalen Verträgen zu informieren. Aber alle diese Maßnahmen helfen erst, wenn überhaupt ein Gastspielvertrag geschlossen wird.
Um als Tanzkompanie so ein Gastspiel zu ergattern, müsste ein Gesandter schon mal ins Ausland reisen und die richtigen Kontakte knüpfen, so wie dies alle Tanzproduzenten tun, wie Vicens Mayans in Barcelona und hunderte andere in allen anderen Ländern auch. Ist das so schwer? Offenbar. Selbst erfolgreiche Tanz-Agenturen in ...
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Tanz Februar 2019
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Arnd Wesemann
Versuchen Sie mal, nüchtern ins Theater zu gehen. Es funktioniert. Morgens um elf Uhr in einer Schulvorstellung in der Aula des örtlichen Gymnasiums. Es gelingt auch in Dhaka um elf Uhr abends bei einer Tanzaufführung unter Zeltplanen. In Bangladesch, wie in vielen muslimischen Ländern, ist das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten. Das Publikum kaut...
Sein Blick geistert am Rande des Irrsinns, flackert auf und erlischt mit dem Ein und Aus eines Atemzugs. Sechs Hände greifen nach dem Kind, das sich in seine Halsbeuge schmiegt, Stimmen flüstern, locken … «gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir». Kein Erbarmen, kein Entrinnen. Der Vater verliert den Sohn an die Dämonen, die im nachtschwarzen Wald ihr Unwesen treiben:...
Als die Nationalsozialisten Oskar Schlemmer mit einem Berufsverbot belegten, bot ihm der Wuppertaler Unternehmer Kurt Herbert in seinen Farbwerken Schutz und Arbeit. Hier konnte der Choreograf unter den bildenden Bauhaus-Künstlern in einem Lacklabor mit anderen verfemten Kollegen die Verwendung neuer Kunstharzlacke erforschen. Und hier entstand kurz vor seinem Tod...
