AIDS
Es ist ruhig geworden in Westeuropa um der Künstler größten Feind aus den 1980ern. Aids. Eine Debatte um das Virus und seine Folgen findet kaum noch statt. Die Stille deutet darauf hin, dass sich grundsätzlich in unserem Verhältnis zur Immunschwäche wenig verändert hat. Das Schweigen im Wald mag mit dem kommerziellen Umgang mit Sexualität zu tun haben. Vor vierzig Jahren wurde sie entdeckt als Weg zur Selbstverwirklichung. Inzwischen findet sie hauptsächlich als Instrument der Selbstdarstellung Verwendung. Aus scheinbarer Offenheit wurde kommerzielle Oberfläche.
Im Zug dieser gescheiterten Befreiung wurde die Chance zur Auseinandersetzung mit Aids verpasst. Das hat eine innere Logik, denn gerade Aids führte zur erneuten Verdrängung des Intimen, das sich gerade anschickte, das Schattenreich des Verdrängten zu verlassen. So mag es sich bei der Verdinglichung der Intimität um eine Auswirkung auch von Aids handeln.
Im Verwirrspiel zwischen Ursache und Wirkung scheint es zu früh zu sein, das Syndrom selbst aufzuarbeiten. Dessen Auswirkungen auf die Kunst aber werden analysierbar. Die Rauchwolken haben sich verzogen, und es wird klar, dass explizite Aids-Kunst ein vorübergehendes ...
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A young Israeli living in London, Hofesh Shechter is cutting a swathe with his fresh-off-the-streets dance. In the first piece of tonight’s double bill, “Uprising,” a gang of young men in skater looks emerge striding from the darkness of the back of the stage – and proceed to hang out together, bounce off each other, interact. They shake and shimmy in pop video...
«Wir wollen weiter für dich tanzen!» Der Wunsch der Wuppertaler war Pina Bausch Befehl. «Sie würde nicht im Wege stehen, diesen Menschen den Spaß nicht nehmen», schreibt Jo Ann Endicott in dem kleinen, feinen Büchlein, und die Damen und Herren ab «65» lassen sich nicht lange bitten: Mindestens 69-mal haben sie ihren «Kontakthof» gezeigt, der nur eine einmalige...
