Tanzpreis für Hans Herdlein
Wenn einer derzeit den Deutschen Tanzpreis verdient, ist es Hans Herdlein. Als Präsident der Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger hat der ehemalige Tänzer die Arbeitsbedingungen seiner Berufskollegen grundlegend verbessert. Dass die Gagen des Balletts jenen des Chores gleichgestellt wurden, ist sein Werk, wie überhaupt die Ablösung des Normalvertrags Chor und Tanz durch einen eigenen Normalvertrag für Tänzer – eine Maßnahme von nicht abzuschätzender Bedeutung.
In seiner mittlerweile 32-jährigen Amtszeit hat der sprach-mächtige Bajuware aus München auch eine grundlegende Neufassung des Entlassungsrechts erstritten. Ohne Anhörung und Begründung bleibt jede Nichtverlängerungserklärung seither Papier – ein juristischer Stolperstein, der schon manchem Intendanten zum Verhängnis wurde.
Doch der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik e. V. blickt am 26. Februar im Aalto-Theater Essen auch nach vorn. In Zusammenarbeit mit dem (mehr oder weniger identischen) Verein zur Förderung der Tanzkunst Deutschland hat er erstmals auch einen Deutschen Tanzpreis «Zukunft» ausgelobt. Finanziell unterstützt von der Tanzstiftung Birgit Keil, trifft es sich auffallend gut, dass gleich zwei der ...
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Nur zehn Tänzer, das hat auch Vorteile. Man muss sich als Dramaturg bei einer Sonntagmorgen-Einführungsmatinee im Freiburger Theater (mit rund fünfzehn Senioren und Lehrern) auf die unvermeidliche «Schwanensee»-Diskussion gar nicht erst einlassen. Das ginge ja schon allein wegen der Größe des Ensembles nicht, sagt Oliver Held und überlässt es der Chefin der neuen...
Schau, was kommt von draußen rein? Es ist nicht das feine Liebchen, auch wenn es sich zuweilen durchaus fein und lieblich gebärdet. Es ist auch nicht der Nikolaus, trotz der dicken Mäntel und der wuchtigen Schritte. Bunte Gestalten sind es, die zum Fenster einsteigen oder aus Schlafsäcken kriechen und gern Lenny Kravitz hören, denen aber auch Franz Schuberts...
Niemand konnte die Dänen so hassen, wie der, den die Dänen gerade feiern. «Dänen sind kalt, böse, satanisch, ein Volk, das zu den nassen, schimmelgrünen Inseln passt», schrieb Hans Christian Andersen 1843 in sein Tagebuch. Vor 200 Jahren wurde er in Odense geboren, der Märchenmann, dessen «Kleine Meerjungfrau» John Neumeier zur Andersen-Feier am 15. April im...
