Das Bild und seine Geschichte
Wenn wir Bewohner von Gotham die Wahl haben, wie wir die Vorweihnachtszeit verbringen, muss ich von Berufs wegen sagen: Geht in den «Nussknacker» des New York City Ballet. Sicher, Eislaufen unterm Weihnachtsbaum am Rockefeller Center ist auch okay. Aber wenn man wie ich in einem Vorort von New York City aufgewachsen ist, sage ich nur vier Worte: Radio City Christmas Spectacular. Schon als Kind habe ich die Show gesehen. Nach Manhattan zu fahren und die Rockettes zu sehen, das war das Größte für mich. Es fing schon beim Theater an. Es ist einer der majestätischsten Orte der Stadt.
Damals gab es sogar Tiere (ich erinnere mich an Kamele!), viele Special Effects, vor allem aber gibt es die Rockettes. Ich war ja Ballettschülerin, trotzdem. An ihren Tanz erinnere ich mich viel weniger als an mein baffes Staunen.
Dieses Staunen ist mir nie vergangen. Ich glaube, deshalb sind die Rockettes, was sie sind: vor allem atemberaubend. An Gigantomanie fehlte es ihnen noch nie. Gegründet wurde die Tanztruppe 1925 in St. Louis, Missouri. Das war die Zeit, als die Große Depression in Amerika begann. Es gab die Ziegfeld Follies, und es gab die Roxyettes, wie sie damals noch hießen, weil sie im Roxy ...
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