Was ist Gaga?

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Mit Ohad Naharin, dem bekanntesten Choreografen Israels, verbindet sich untrennbar eine Trainingsmethode, die den sonderbaren Namen GaGa trägt. Glaubt man seinem Erfinder, war es schon ziemlich «GaGa», als Ohad im Alter von drei Jahren, angefeuert von seinen Eltern, von einem hohen Schrank sprang und dabei entdeckte, dass Angst, Schweiß und Vergnügen so ziemlich dasselbe sind.
GaGa ist ein System, das er zunächst einmal pflegt, um neue Tänzer seiner Kompanie Batsheva mit seinem Stil und seinem Vokabular vertraut zu machen.

Naharin glaubt zudem, dass sein systematisch kodifiziertes Instrument GaGa die Tänzer eher dazu befähigt, mehrdimensionale Bewegungen detailreich, kräftig, schnell und kontrolliert auszuführen, als es Ballettklassen vermögen. Bewegung soll bei ihm mit explosiver Energie aus dem Körper schießen und eine Symbiose aus Schmerz und Lust eingehen. «Ich will nicht Bewegungen erfinden», sagt Naharin, «sondern das Potenzial einer Bewegung entdecken. Durch GaGa entwickelt jeder Tänzer seine starken Seiten weiter, die Bewegung wird effizienter und das Risiko von Verletzungen reduziert sich.»
In seinen GaGa-Klassen gibt es keine Spiegel, keine Vorschriften, nicht mal eine ...

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Tanz Dezember 2008
Rubrik: Methode, Seite 72
von Ora Brafman

Vergriffen
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