Reise ins Unbekannte
«Giselle» ist der romantische Klassiker schlechthin: Winzermädchen verliebt sich in Adligen, erkennt seinen Betrug, stirbt des Wahnsinns und spukt fortan durch ein Geisterreich untoter Frauen – bis es schlussendlich den Galan vor der tödlichen Gefahr durch die Zombies bewahrt. So weit in aller Kürze die Handlung des 1841 in Paris uraufgeführten Zweiakters, der vielfach neu aufgelegt wurde.
David Dawsons Version von «Giselle» gehört dank der zeitgenössisch ausgerichteten und gleichwohl traditionstreuen Choreografie seit der Premiere 2008 zu den Bestsellern des Repertoires beim Semperoper Ballett in Dresden. Natürlich gibt es bei so langer Spieldauer immer wieder neue Besetzungen, was dazu führt, dass man auch immer wieder neue Facetten und Aspekte der Inszenierung und ihrer Figuren entdeckt. So auch jüngst, als die russische Starballerina Maria Kochetkova als Giselle in Dresden debütierte. Ihr zur Seite: Jón Vallejo als Albrecht – ebenfalls ein Rollendebüt. Und siehe da: Die beiden geben ein ideales Paar, so wie es sich David Dawson vorgestellt haben mag, der die Idee hatte, Kochetkova und Vallejo zusammenzuspannen. Allerdings war es zunächst die Ballerina, die – bislang dank ...
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Tanz November 2019
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Boris Gruhl
Nein, diesmal geht es der dänischen Choreografin nicht um Pornografie, nicht um die Furcht vor Sexualität, die ihre pornografische Erfüllung in der Inszenierung von Sexualität finden will. Ihr geht es in diesem Stück darum, sich «konzertant zu bewegen», um die Betrachtung des Einflusses der Technik auf den Menschen. Wir alle folgen «konzertant» bestimmten Regeln,...
tanz
Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
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Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
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Gestaltung & Bildredaktion
Marina Dafova
Anzei...
Unter all den Begriffen aus Digitalien klingt «Augmented Reality» besonders verlockend. Gemeint ist eine erweiterte Wirklichkeit. Man stelle sich vor, in einem Theater mit einer Brille auf der Nase zu sitzen, wie sie derzeit etwa Microsoft als «HoloLens» entwickelt, um sowohl die reale Bühne als auch – sozusagen vor dem inneren Auge – zusätzliche Informationen zu...
