newcomer: aleš čuček
Der 25-jährige Slowene ist einer der Neuen im Tanztheater Wuppertal. Schwarze Augen im weichen Gesicht; die Haartolle sendet in alle Richtungen. Sein Initialerlebnis im Tanz? Der Lambada der Cousine im Kaninchenkostüm. Nach kreativem Kindertanz folgten Gesellschaftstanz, Hip-Hop, Stepptanz, Jazztanz, eine Schule für zeitgenössischen Tanz. P.A.R.T.S. in Brüssel nahm den passionierten Skilangläufer zum Studium auf. Nie stellte er infrage, die vier Jahre durchzuziehen. «Aber ich lernte viel von den Leuten, die zweifelten.
» Das makrobiotische Essen war ihm so neu, wie er die Schule «als Labor» begriff.
Seine Klasse durfte Teile aus Pina Bauschs Stücken lernen.«Toll, einfach, schwierig!» Er konnte für drei Wochen an die Folkwang-Hochschule gehen und eines Tages sogar zum Training nach Wuppertal. «Pina kam und schaute zu – und sagte nichts.» Er mochte das. Einmal lehrte ihn Kenji Takagi ein paar Phrasen. Sie sagte wieder nichts. Wochen später kam die Einladung. Während er das Studium beendete, probte er zeitweise mit Takagi und trat 2008 in Wuppertal an.
Er lernt das Repertoire. Das viermonatige Entwickeln des neuen Stücks 2009 war besonders, denn neben der Arbeit in der Gruppe sind ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: persönlich, Seite 24
von Melanie Suchy
Mit der jüngsten Premiere am Prager Nationaltheater ist der 42-jährige Tänzer und Choreograf Petr Zuska gewissermaßen heimgekehrt. Zwar ist er schon seit 2002 der künstlerische Leiter der 53-köpfigen Kompanie. Für seine tschechischen Landsleute aber hat er nun fünf seiner Stücke einstudiert, die bislang nur in Australien, China, Russland oder Deutschland zu sehen...
Mit fröhlichem Gelb künden Forsythien vom Frühling; Bäumchen blühen, wo Wuppertal ihnen Platz dafür lässt. Mit dem «Kampf der Titanen. In 3D!» droht das Multiplexkino, daneben liegt das Schauspielhaus und schweigt, denn es ist geschlossen, vielleicht für immer; es müsste saniert werden. Weil das Wasser abgestellt ist, stehen am Hintereingang Container mit Toiletten...
Originalität
Über Originalität zu schreiben, das ist eine knifflige Angelegenheit. Wir alle – und nicht zuletzt die Veranstalter – wollen etwas Neues sehen. Aber das Problem ist: Du kannst kein Stück machen, indem du dich bemühst, originell zu sein. Denn so ein Stück wird immer nur davon handeln, originell sein zu wollen.
Vielleicht ist ja das, was dir am...
