berlin: Matanicola: «BodieSLANGuage»

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Hände, Hände, überall Hände: vielfingrig ein Gesicht befühlend, wie Fischchen schnappend, sich wie Blütenblätter um ein Zentrum öffnend oder, als beredte Anhängsel eines zottelig gekrümmten Wesens, ein düsteres Märchen erzählend. Meist marginaler Körperteil im Tanz, rücken die Hände ins Zentrum der ersten Zusammenarbeit der Choreografen Matan Zamir und Nicola Mascia von matanicola mit dem Performer Gal Naor.

Gemeinsam suchen sie als The Progressive Wave nach einer Kommunikation jenseits von Lautäußerungen: Gebärdensprache ist der Ausgangspunkt für «bodieSLANGuage», das mit hörenden und gehörlosen Performern entstanden ist. Eine gemeinsame Körpersprache ist das Ziel.

Gal Naor ist der Mittler zwischen der stillen und der lauten Welt, er ist auch Gebärdendolmetscher. Die Bewegungen des Körpers folgen daher anfangs denen der Hände. Mitunter wirkt das manieriert und rein dekorativ, dann wieder entstehen Gebilde von zarter Schönheit: kreatürlich, floral, fraktal. Hände und Körper formen einen zuckend bewegten Schwarm, dessen Finger eine Liegende betasten, als seien sie die Extremitäten einer größeren Entität.

Aus sechs Handpaaren ersteht eine Maya-Gottheit, die lüstern lockend ihre ...

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Tanz Oktober 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 35
von Elena Philipp

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