Schulen, die bewegen

«Wir wollen denkende Tänzer ausbilden» «ZuKT» klingt nach Bewegung, wenn auch nicht nach «schönem Tanz». ZuKT steht für: Zeitgenössischer und Klassischer Tanz. So heißt die Tanzabteilung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Direktor des Ausbildungsbereiches ist seit 2001 Dieter Heitkamp. Der Mitgründer der Berliner Tanzfabrik ist seit 1998 an der Umwandlung des Studienganges Ballett in diesen neuen Ausbildungsbereich ZuKT beteiligt. Nun stehen die nächsten Schritte ins Haus. Ein Interview mit Dieter Heitkamp von Melanie Suchy

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Wie ist die momentane Situation? Gerade hatten wir wieder Aufnahmeprüfungen. Es gibt immer zwei fürs kommende Wintersemester: im März und im Juni. Beworben hatten sich ungefähr einhundert Leute. Wir nehmen jedes Jahr aber nur maximal zwölf Studierende auf. Das Studium dauert vier Jahre, mit einer Vordiplomprüfung nach dem vierten Semester und der Diplomprüfung und der schriftlichen Diplomarbeit am Ende.

Woher kommen die Bewerber? Aus ganz Europa, Südamerika, Asien, dem Nahen Osten. Diesmal waren relativ viele Deutsche dabei.

Wir haben allerdings spezielle Kooperationen, unter anderem mit Polen und mit anderen Tanz­ausbildungsstätten in Rotterdam, Amsterdam, Tilburg, Wien, Istanbul. Mit den einen tauschen wir einzelne Studenten für drei bis neun Monate aus. Mit den anderen ist es ein Austausch auf Dozentenebene.

Was macht den Frankfurter Studiengang so speziell? Was erwarten die jungen Leute gerade von der Ausbildung in Frankfurt? Wir sind klassischer und zeitgenössischer als andere. Wobei wir den klassischen Tanz als eine zeitgenössische Form begreifen und umgekehrt den zeitgenössischen Tanz als eine, die Geschichte hat. Da gehen wir in die Extreme. Denn «klassisch» heißt hier auch ...

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Tanz August/September 2006
Rubrik: Tanzschulen, Seite 36
von Melanie Suchy

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