pina
Mit fröhlichem Gelb künden Forsythien vom Frühling; Bäumchen blühen, wo Wuppertal ihnen Platz dafür lässt. Mit dem «Kampf der Titanen. In 3D!» droht das Multiplexkino, daneben liegt das Schauspielhaus und schweigt, denn es ist geschlossen, vielleicht für immer; es müsste saniert werden. Weil das Wasser abgestellt ist, stehen am Hintereingang Container mit Toiletten und Duschen und Essensausgabe. Für kurze Zeit ist das Haus wieder bevölkert. Wim Wenders dreht hier einen Teil seines Films über Pina Bausch.
Um zehn Uhr morgens sind alle da.
Leute vom Film blinzeln in die Sonne, gehen hinein und hinaus. Am Biertisch auf dem Bürgersteig frühstückt Jo Ann Endicott, mit Telefon. Sie wird später ein scharfes Auge auf den «Kontakthof» werfen und Feedbacks geben. Das Stück von 1978 stand länger nicht auf dem Spielplan des Ensembles. Erst Ende März ist es auch für die Theateröffentlichkeit wieder zugänglich, nachdem die Einstudierungen «Mit Damen und Herren ab ‹65›» und «Mit Teenagern ab ‹14›» seit 2000 und 2008 viel Aufmerksamkeit und Gastspieleinladungen erhalten haben. Auch sie wird Wenders in diesen Tagen filmen.
Im geöffneten Nasszellencontainer putzt sich Rainer Behr die Zähne und tritt ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Melanie Suchy
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