was ist das opfer heute?
Sasha Waltz, in Sankt Petersburg, Paris, Brüssel und Berlin gibt es «Sacre du printemps» künftig sogar zweimal.
Ja, gezeigt wird zum einen die Urfassung von Vaslav Nijinsky, in der Rekonstruktion von Millicent Hodson und Kenneth Archer für das Joffrey Ballet von 1987. Millicent und Kenneth haben sie mittlerweile schon bei vielen Kompanien einstudiert, auch am Mariinsky. Zum anderen hat Michel Franck, Direktor des Pariser Théâtre des Champs-Elysées, mich gefragt, ob ich eine eigene Fassung machen will.
Ich war erst etwas zögerlich, es war nicht mein erster Impuls, «Sacre» zu machen. In Paris und Sankt Petersburg wird meine Version des «Sacre» neben der rekonstruierten Fassung zu sehen sein.
«Sacre» am Mariinsky, ist da nicht schon Evgenij Panfilov 1997 ziemlich baden gegangen?
Ich weiß nur, dass Valery Gergiev das Nijinsky-Original schon länger im Repertoire hat. Die Struktur unserer Produktion ist ein bisschen kompliziert: Ich kreiere «Sacre» hier in Berlin mit meinem Ensemble. Dann gibt es eine Übergabe ans Mariinsky, ich probe mit den dortigen Tänzern weiter und habe in Sankt Petersburg am 13. Mai Premiere. Am 29. Mai geht es nach Paris. Mein Ensemble wird die Choreografie erst ...
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Tanz Mai 2013
Rubrik: le sacre du printemps, Seite 16
von Arnd Wesemann
Vor einhundert Jahren, am 29. Mai, ging im eleganten Pariser Théâtre des Champs-Élysées der Vorhang auf für «Les sylphides» zur Musik von Frédéric Chopin. Was als Wohlfühlabend begann, endete anlässlich der Uraufführung von Strawinskys «Le sacre du printemps» damit, dass sich die ehrenwerten Zuschauer, darunter Maurice Ravel und Jean Cocteau, eins auf die Mütze...
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Nach «Hamlet» (2008 in Stuttgart) und...
