mamaza
Zwei Männer in buntgemusterten Hemden und Shorts bewegen sich über den Boden, steigen übereinander, verschlingen die Glieder und verdrehen ihre Körper, sodass ununterscheidbar wird, wem hier welcher Arm gehört. Dabei schauen sie stracks ins Publikum und sprechen ununterbrochen, beschreiben Orte und Personen, entwerfen kurze Szenarien. Von all dem aber schnappt man nur Satzfetzen auf, denn beide reden gleichzeitig, und das in beachtlichem Tempo.
Auf der Haut von Ioannis Mandafounis und Fabrice Mazliah flimmert es sacht, die silbrig schimmernde Bodenfolie reflektiert das Licht wie eine Wasseroberfläche und löst die Körperkonturen auf.
Wimmelbild
In der einfach anmutenden Anordnung von «Eifo Efi» – zwei Tänzer, leere Bühne – wird es rasch ziemlich komplex. Erzählebenen überkreuzen und vermischen sich. Die Gleichzeitigkeit von Sprechen und Bewegung macht es unmöglich, einer Ebene permanent zu folgen. Unvermeidlich springt die Wahrnehmung, sie verfolgt mal hier eine Anekdote, mal dort einen Bewegungsablauf, um dann zu einer anderen Erzählepisode zurückgelockt zu werden. Die Alternative ist, für ein paar Minuten alles an sich vorbeirauschen zu lassen, um sich dem Strom des Gleichzeitigen ...
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Tanz Dezember 2013
Rubrik: menschen, Seite 22
von Esther Boldt
brug schaut dvd______
weihnachtsgaben
Die Moskauer «Bayadère», gerade noch in den Kinos, jetzt auch auf DVD, ist ein typisches Produkt der energetisch-stählernen Post-Sowjet-Ära am Bolshoi. Zunächst einmal: Natürlich macht sich auch die jüngste, durchaus glamourös aussehende Produktion von Yuri Grigorovich nicht die Mühe, den schon in der UdSSR verlorengegangenen...
Er werde seiner «Cinderella» ein «Story-Lifting» verpassen, versprach der Mainzer Ballettchef Pascal Touzeau. Versprechen gehalten. Seine Neuinszenierung des Märchens vom Aschenputtel, das mit der garstigen Stiefmutter und deren fiesen Töchtern zusammenlebt, ist mehr als nur ein lauwarmer, publikumswirksamer Aufguss der Story.
Es gibt keine blumigen Feen, keine...
ausstellung_________
sleeping beauties
nennt Erik Näslund die Schätze seines von Rolf de Maré gegründeten schwedischen Tanzmuseums, das in der Stockholmer Drottninggatan 17 ein neues Zuhause gefunden hat. Die aktuelle Ausstellung «Sleeping Beauties – Dreams and Costumes» zeigt Vergleichbares und Unvergleichliches, vom 1921 gemachten Entwurf eines surrealistischen...
