and the winners are

Choreografen gehen auf Preisgeldjagd. Überhaupt scheinen Wettbewerbe inzwischen attraktiver zu sein als Festivals. Aber was nutzen sie dem zeitgenössischen Tanz? Ein Streifzug.

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Dürfen es zwanzig Minuten sein, fünfzehn, acht oder nur vier? Wer zum Wettbewerb fährt und um Preisgelder buhlt, muss sich einem strikten Format unterwerfen. Die Gelegenheiten dazu häufen sich. Die Frage ist nur: Ist das gut oder schlecht? Die bepreisten Kompanien oder Tänzer, und somit der Tanz insgesamt, mögen dadurch etwas Aufmerksamkeit erzielen. Und: Wo bewertet wird, muss auch ein Wert drin stecken. So glauben wir es, und die Medien verkünden innere Wahrheiten gern durch Zahlen.



Was vergleichen wir eigentlich?

Sechs Jahre «no ballet» in Ludwigshafen, zehn Ausgaben von «Das ­bes­te deutsche Tanzsolo» bei der «euro-scene Leipzig». Das Théâtre de la Ville in Paris bereitet zusammen mit Boris Charmatz die zweite Ausgabe von «Danse élargie» vor. Das Maison de la Danse in Lyon richtete soeben die dritte Ausgabe von «(re)connaissance» aus. Allesamt Wettbewerbe des zeitgenössischen Tanzes. Ausgerechnet, vertrat er doch mal ganz andere Ideale, darunter das Recht, im Miteinander anstatt im Gegeneinander und in grenzenloser kreativer Freiheit zu agieren. Zumal es im zeitgenössischen Tanz kein standardisiertes Vokabular geben sollte. Im Ballett oder im Hip-Hop lassen sich weit eher ...

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Tanz Dezember 2011
Rubrik: praxis, Seite 66
von Thomas Hahn

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