italien: Balletto Dell’Esperia «L’Aprés-Midi d’un Faune», «Die Vier Temperamente»
1999 gründete Paolo Mohovic eine Kompanie mit dem altgriechischen Wort für Italien – als wolle man eine neoklassische Nationalkompanie schaffen. Immerhin war Mohovic Schüler der Tanzpionierin Sara Acquarone, die bei Mary Wigman studiert hatte. Er selbst tanzte bei Victor Ullate und choreografiert heute in Turin im Progetto Rettilario, dem ehemaligen Schlangenhaus des Zoos.
Bekannter aber wird er nicht dadurch, dass sein jüngstes Programmsofort nach Lateinamerika reisen darf, statt in Europa zu touren – trotz dieser Leckerbissen: seinen «Vier Temperamenten», Thierry Malandains «Sterbender Schwan» und Eugenio Sciglianos Fassung vom «Nachmittag eines Fauns».
Malandain, seit 1998 Leiter des Ballet Biarritz, steuert eine aparte Verdreifachung der sterbenden Schwäne Laura Missiroli, Silvia Moretti und Roberta Noto bei, die tänzerisch nicht an «Schwanensee» erinnern, umso mehr an Jiří Kyliáns Biegungen und Mats Eks subtil animalische Gesten. Den Rücken meist zum Publikum, zittern die Hände wie Flügel, die Beine tanzen wie auf schwankendem Grund ihre je eigenen Variationen, bis sie im Finale gemeinsam nachgeben.
Eugenio Scigliano war ein großer Tänzer bei Balletto di Toscana und ...
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