ludwigsburg: rosalba torres guerrero: penombre

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Zu Beginn wuschelt eine überdimensionale Perücke wie ein großer kopfloser Zottelhund umher. Keine Angst, Rosalba Torres Guerrero wird da auch wieder herausfinden. Mit «Pénombre», ihrem ersten Stück, unternimmt das markante ehemalige ­Kompaniemitglied bei Anne Teresa De Keersmaeker und Alain Platel bei den «Wiener Festwochen» den Versuch, auf eigenen künstlerischen Beinen zu tanzen.



Sie fängt also an mit einer Mischung aus Isabelle Schads «Unturtled», Philippe Quesnes Perückeninstallation in «La mélancolie des dragons» und dem als pelziger Geist wiedergekehrten Sohn in Apichatpong Weerasethakuls berühmtem Film «Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives». Guerreros lockiger Balg bekommt Beine und bäumt sich auf, aus einer Videoprojektion beobachtet von einem Schatten hinter einem Vorhang aus Porzellanplättchen.

Sobald sich der Körper der Perücke entwunden hat, gleitet eine kleine projizierte Figur über ihre bis auf eine Unterhose bloße Haut. Diese Figur – Uiko Watanabe – wird von nun an ihre virtuelle Begleiterin sein, ein butohhaftes Gespenst, dessen gekalktes Gesicht einmal hinter einer riesigen Vagina verschwindet, einmal in Embryohaltung an der Wand verharrt. Mal vollzieht Uiko ...

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Tanz Juli 2011
Rubrik: kalender, Seite 34
von Helmut Ploebst

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