zeitsprünge
Royston Maldoom prophezeite: «Ihr tretet eine Lawine los.» Gregor Zöllig und sein Team traten die Lawine los. Der Starchoreograf der Community-Dance-Bewegung war auch Taufpate des ersten «Zeitsprung»-Projekts des Tanztheaters Bielefeld. Gregor Zöllig hatte ihn als Coach engagiert. Der Brite sollte ihm und seinem Team erklären, wie so etwas geht: ein Tanzprojekt mit 120 Amateuren. Damals, 2007, inszenierte der Bielefelder Tanzchef gerade die «Vier Jahreszeiten» mit seinem zehnköpfigen Ensemble.
In Anlehnung an die Premiere für die Profis wollte er dasselbe auch als Laienprojekt realisieren. Nach fünf Wochen tanzten vier Generationen «Vier Jahreszeiten»: Die Laien zwischen acht und achtzig Jahren verkörperten Frühling (Senioren), Sommer (Schüler), Herbst (Lehrer) und Winter (Kinder). Der Erfolg war überwältigend. Auch das Urteil des Meisters: «Great piece.»
Zöllig ahnte noch nicht, wie treffend – im Positiven wie im Negativen – er den Projekttitel «Zeitsprung» gewählt hatte: «Ein Zeitsprung bedeutet den Sprung in den Ausnahmezustand – das Leben wird durcheinandergewirbelt.» Dass damit auch sein eigenes gemeint sein könnte, hatte er nicht bedacht. «Beim ersten Projekt sind wir noch ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz März 2011
Rubrik: ideen, Seite 64
von Bettina Trouwborst
Neunzig Vorstellungen im Jahr, große Bühne, Kompanie. «Es war unglaublich.» Sie habe gern ihren Körper den Choreografien von Stephan Thoss gewidmet, sagt Emilia Giudicelli. Doch blieb ihr so wenig Zeit für sich selbst. Nach zwei Spielzeiten in Wiesbaden entschied sie sich für den Wechsel ins freie Feld. Seit Dezember probt sie in Bremen beim steptext dance project...
Der Ballettdirektor als Arithmetiker: In Hagen multipliziert Kompanieleiter Ricardo Fernando die Choreografen zum Abend «drei-mal-tanz», rechnet viel Minimal Music, wenig Aussage und große Liebe zur Schönheit im Tanz zusammen – und erhält trotz Mängeln ein Plus im Ergebnis.
Faktor eins: Marcelo Moraes. Der Solist des Ensembles hat sich für sein zweites Tanzstück...
Das Fleetstreet Theater in Hamburg bietet ein Residenzprogramm für Künstlergruppen, die spartenübergreifend arbeiten. Geboten werden zwei bis sechs Monate Proben in den Theaterräumen und ein Wohnatelier plus Bargeld zwischen 500 und 1000 Euro, dessen genaue Höhe die Jury festlegt. Weitere Zuschüsse für Durchführung und Präsentation können beantragt werden, die...
