Yuri Possokhov probt mit Svetlana Zakharova und Ruslan Skvortsov; Fotos: Damir Yusupov/Bolshoi
Yuri Possokhov
Petr Pestovs Ballettklassen für männliche Tänzer an der Staatlichen Akademie für Choreografie in Moskau erfreuten sich großer Beliebtheit. Generationen von Startänzern hat der berühmte Lehrer dort ausgebildet, dabei jede Tänzerpersönlichkeit individuell gefördert und unterschiedliche Stile vermittelt. Alexander Bogatyrev und Valery Anisimov lernten bei ihm, späterhin waren Yuri Burlaka, Vladimir Malakhov, Alexei Ratmansky und Nikolai Tsiskaridze seine Schüler.
Auch Pestovs Abschlussklasse von 1982 erregte Aufmerksamkeit, gingen aus ihr doch gleich mehrere Nachwuchstänzer hervor, die in der Folge Engagements am Bolschoi-Theater erhielten. Darunter Yuri Possokhov: ein gebildeter und ungewöhnlich talentierter junger Mann, der die richtigen physischen Anlagen mitbrachte und nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine allgemeine Attraktivität bestach. Ein vielversprechender, blauäugiger Kandidat für Prinzenrollen also – mithin ein seltener Glücksfall für jedes Theater.
Der einstige Bolschoi-Newcomer Yuri Possokhov wurde in eine dem Militär nahestehende Familie im ukrainischen Voroshilovgrad, dem heutigen Luhansk, hineingeboren. Die Region, die 2014 als – wenngleich nicht ...
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Tanz April 2017
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Leila Guchmazova
Weltweit
34. Welttag des Tanzes
«Let’s Go Urban jamt!», heißt es beim «Dag van de Dans» in Antwerpen, und auch in Deutschland wird wie überall auf der Welt der «Welttag des Tanzes» gefeiert, der immer auf den Geburtstag des Ballettreformers Jean-Georges Noverre fällt. Der jährt sich nun zum 290. Mal. In Hannover heißt das Motto: «Move your town». Und weiter ostwärts...
Es schneit große Flocken. Die Tänzer bilden zwei Gruppen, jeweils in Pyramidenformation. Beginnen eine wilde Schneeballschlacht. Ein impressionistisch flirrendes Bild, dazwischen Videoprojektionen der Geschwister Paul und Elisabeth. Der Regisseur und Choreograf Yuki Mori hat für Philip Glass’ Tanzoper «Les Enfants terribles» nach dem Roman von Jean Cocteau ein...
Dresden hat mehr zu bieten als sandsteinernen Barock und die kruden «Montagsspaziergänge» der AfD samt Sympathisanten. Elbflorenz ist kulturell attraktiv und im Heute angekommen, trotz manch ewigges-triger Propaganda. Die freie Tanzszene der Stadt lebt, auch mit einer reichen Tradition. Der Name Mary Wigman (1886 – 1973) hat nach wie vor Klang weit über die Region...
