Workshop mit Yasmeen Godder: Morning technique
Yasmeen Godder, Sie unterrichten bei den «Potsdamer Tanztagen» «Morning Technique». Was verbirgt sich hinter dem Begriff?
Eine Mischung aus Yoga und Release, auch wenn ich keine Release- oder Yoga-Lehrerin bin. Ich gebe in Israel seit zwanzig Jahren Klassen für Tänzer. Immer morgens. Darum heißt die Technik so, um den Körper auf das nachfolgende Training oder auf die Proben vorzubereiten.
Wann immer es um Yasmeen Godder geht, fällt derzeit der Begriff «Störung», auf Hebräisch «Hafra’a», eine Technik, die Parkinson-Patienten helfen soll.
Hat die eine mit der anderen Technik zu tun?
Vermutlich ja. «Störung» beeinflusst den Körper auf kreative Art. Das kann die «Morning Technique» auch. Alles kommt ja aus meiner Lehrerseele. Bei den Parkinson-Patienten beginnt das Warm-up auf einem Stuhl. Die Morgenklasse beginnt auf dem Boden. Aber die Art, wie man sich mit der eigenen Anatomie verbindet, mit dem Raum und dem Atem, ist dieselbe. Alle Tanztechniken heilen den Körper und befreien ihn.
Wenn abends bei den «Potsdamer Tanztagen» das Stück «Demonstrate Restraint» gezeigt wird, geht es da nicht um das genaue Gegenteil, wörtlich darum, Zurückhaltung zu zeigen?
In meinem Stück geht es ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2019
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Arnd Wesemann
Brüssel: Kunstenfestivaldesarts
Nur zwei Beispiele, wie Tanzkunst auf die Welt von heute reagiert: Die südkoreanische Choreografin Geumhyung Jeong greift für ihr «Reha-Training» auf eine lebensgroße männliche Puppe zurück, wie sie zur Ausbildung von Kranken-schwestern benutzt wird: Ein absurder Versuch, die Puppe mit konkreten tänzerischen Aufgaben zu...
Ende März hielt der legendäre US-amerikanische Tänzer und Choreograf Steve Paxton am Brüsseler Kulturzentrum Bozar einen Vortrag – Gelegenheit für ein Gespräch mit einem der wichtigsten Wegbereiter des postmodernen Tanzes. Anlass des Auftritts war nicht nur die aktuelle Installation «Phantom Exhibition», die auf Paxtons DVD «Material for the Spine» (2008) fußt,...
Martin Kušej, Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels in München, wechselt zur kommenden Theatersaison nach Wien an die Burg. Zu seinem Abschied wird im großen Haus, dem Resi, wie die Münchner ihr Residenztheater nennen, ab Ende Mai die -Niederspannungshauptverteilung – vulgo: Strom-anlage – auf den heutigen Stand gebracht. In den zwei anderen Spielstätten, in...
