wien: Forced Entertainment: «Last Adventures»

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«Letzte Abenteuer» – großartig, da will man dabei sein, da rutscht das Hirn sofort zurück zu mittelalterlich-gefährlichen Aventüren, intakten Tugenden und tapferen Rittern, die sich in den Dienst einer großen Sache stellen: den Gral zu finden – was ja letztlich immer nur eine Suche nach dem Sinn im großen Weltengefüge ist. Aber mit so etwas wie «Sinn» hapert es bei Forced Entertainment ja schon immer, und einmal mehr zur jüngsten Uraufführung bei der «Ruhr-Triennale».

Seit jeher ist es die Mission der britischen Performancegruppe, aus dem bedeutungshubernden Welterklärungstheater die Luft rauszulassen. Und so müssen diese «Last Adventures» natürlich auch wieder zum «Clash der Illusionen» führen, zum zigfach zelebrierten Kollaps der narrativen Logik in Nihilismus und Nonsens.

Dafür sabotiert Regisseur Tim Etchells zunächst die Deutungsmacht «Sprache»: Er setzt seine 14 Performer wie eine Schulklasse auf Stühlchen und lässt sie die Aussagen von zwei Kollegen nachplappern. Hat man als Zuschauer hinreichend verstanden, dass Sätze wie «Ein Kühlschrank kann keine Idee erklären» oder «Ein Zufall kann nicht denken» zwar irgendwie komisch, aber müßig sind, beginnt in einer ...

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Tanz Januar 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 48
von Nicole Strecker

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