Wie man Talente macht

Früher regierte die Eiserne Hand, heute wird eher Laissez-faire praktiziert. Tim Rushton, Leiter des Dansk Danseteater in Kopenhagen, gibt Auskunft über sein Konzept zur Nachwuchsförderung

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Gerade ist er dabei, ein neues Programm für die zukünftige Residenz seiner Kompanie am Königlich Dänischen Opernhaus im Hafenviertel von Kopenhagen zu lancieren. In seiner Funktion als Leiter von Dansk Danseteater, das seit seiner Gründung 1981 auf einen Mix aus Klassik und Moderne setzt, begegnen Tim Rushton viele Tänzerinnen und Tänzer – doch nicht alle eignen sich für das, was Rushton für seine Kompanie vorschwebt. Alljährlich muss er aus vierhundert Tänzern, die an den Auditions für das Dansk Danseteater teilnehmen, eine Auswahl treffen.

«Rund dreihundert dieser vierhundert Leute», sagt Rushton, «sind talentiert. Von diesen dreihundert sind etwa einhundert sehr talentiert. Und von denen wiederum kann ich nur zehn auswählen!» Als Künstlerischer Leiter und Chefchoreograf ist Rushton darauf aus, diesem Nachwuchs seinen Stempel aufzudrücken. Gleichzeitig muss er darauf achten, eine bunte Mischung aus höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten zu gewährleisten. Auch wenn jedes Kompaniemitglied lediglich einen Einjahresvertrag erhält, weisen die Produktionen des Ensembles eine außergewöhnliche künstlerische Kontinuität auf. Am Ende jeder Saison muss der Leiter mit  ...

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Tanz Januar 2017
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Charlotte Christensen

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