Valda Setterfield
Ein Leben für die Bühne, aus dem die Erinnerung an eine bestimmte Vorstellung ganz besonders lebhaft heraufleuchtet. Sie fand in einem englischen Garten auf dem Land statt. Damals war Valda Setterfield vier Jahre alt. «Ich sollte an einer kleinen Vorführung teilnehmen», erzählt sie, «bei der ich hauptsächlich im Kreis herumlaufen musste, bevor ich einige, wie ich damals fand, sehr schwere Schritte zu tanzen hatte. Meine Lehrerin hatte beschlossen, dass wir das Ganze im Rahmen einer Garden Party präsentieren sollten, nur fehlte uns einfach die Zeit zum Proben.
Ich weiß noch genau, wie ich die paar Stufen zur Bühne hinaufschritt, die Nachmittagssonne schien, und überall standen Damen mit vornehmen Hüten herum. Das Bild ist mir ganz lebhaft im Gedächtnis. Ich fing mit meiner Herumrennerei im Kreis an und dachte bei mir: ‹Ich hab die schwierigen Schritte, die gleich kommen, jetzt schon vergessen, aber vielleicht fallen sie mir ja wieder ein, wenn sich die Musik ändert.› Also lief ich erst mal weiter im Kreis. Dann wechselte die Musik, und es war mir plötzlich nicht im Mindesten peinlich, dass ich meine Schritte vergessen hatte. Ich dachte bloß: ‹Ich renne einfach weiter.› Ich hörte ...
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Tanz August/September 2018
Rubrik: Menschen, Seite 32
von Michael Seaver
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