Ute Bühler

und das Chladek-System

Tanz - Logo

Das Chladek-System in drei Sätzen …                                                                         Rosalia Chladek (1905–1995) gilt als eine der bedeutendsten Wegbereiterinnen des Ausdruckstanzes. Sie tanzte, choreografierte und entwickelte ihre eigene Bewegungs- und Tanztechnik: das Chladek-System. Es basiert auf den anatomischen und physikalischen Gegebenheiten. Es vereint Körperbewusstheit und Bewegungslust und ermöglicht eine differenzierte Bewegungsqualität.

Es ist eine Methode, die tänzerische Bewegung durch Spüren und Entdecken vermittelt. Zentral ist der Begriff der Spannungsdifferenzierung.

Wie sieht das konkret aus?                                                                                             Das ­richtet sich nach der Klientel, also immer anders. Wir arbeiten mit Tänzern, Schauspielern, Musikern, Sportlern, Physiotherapeuten, Kindern. Einen Übungskanon gibt es nicht. Wir entwickeln Bewegungen nach den Grundprinzipien Körperverhalten (passiv, aktiv, gleichförmig, labil ...), Gewichtsverlagerung, Bewegungsansatz (peripher oder zentral) und Ökonomie. Spannen Sie zum Beispiel den Körper kontinuierlich, so wirkt er der Schwerkraft entgegen, längt sich ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2009
Rubrik: The Teacher, Seite 64
von Katja Werner

Vergriffen
Weitere Beiträge
Hans Henning Paar: «Copy Coppelia»

Bei aller tänzerischer Professionalität ist eins besonders schade: Die «Copy Coppelia» ist kein bisschen unheimlich. Dabei kopiert sie nicht nur die klassische «Coppelia» nicht; sie verschenkt die Gelegenheit, quasi direkt aus der Quelle zu schöpfen. E. T. A. Hoffmanns «Sandmann», die Vorlage beider Ballette, ist seit Freud Ausdruck des Unheimlichen schlechthin....

Mechanisches Ballett

Das «Triadische Ballett» des damals 24-jährigen Oskar Schlemmer, uraufgeführt am 30. September 1922 am Württembergischen Landestheater in Stuttgart, war ein Höhepunkt des abstrakten Balletts. Keine getanzte Handlung, sondern ein «freies Spiel» der optischen Komposition. Statt Menschelndem tanzte Pappmaschee. Die Tutus bestanden aus bunten Holzringen. Die Arme waren...

Das Wunder von Köln

«Oh Gott, oh Gott, das ist aber schade. Und nicht gut für das Image des Ruhrgebiets.» So reagierte NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff auf die kurzfristige Absage der Stadt Bochum an die Loveparade. Eine Woche später, gefragt, ob er die Loveparade nicht nach Düsseldorf holen wolle, wehrte der CDU-Politiker heftig ab: Die Hinterlassenschaften der...