Transitions
Er war eine der auffallendsten Persönlichkeiten auf allen Tanzkongressen, nicht allein seiner buschigen Augenbrauen wegen. Gedeon Dienes hatte was zu sagen, und er ergriff polyglott bei jeder sich bietenden Gelegenheit gern das Wort. Schließlich hatte er nicht nur die französische und ungarische Literatur studiert, sondern auch Jurisprudenz und Choreologie – und tanzte, was wohl die wenigsten wussten, in den 1920er und 30er Jahren in den Stücken von Valéria Dienes.
In ihrem Namen machte er sich 1995 auch für die Gründung einer Kompanie stark, die sich für die Bewahrung einer mehr als hundert Jahre alten, spezifisch ungarischen Bewegungskunst einsetzte. Seine Mutter nannte sie «Orchestrische Schule». Er selbst unterrichtete Tanzgeschichte und -theorie u. a. an der University of California, schrieb unzählige Artikel, übersetzte Bücher ins Englische und war zeitweise Präsident der ungarischen Society for Choreology, Director for Research and Communication des Conseil International de la Danse, Leiter der Commission for Scientific Research innerhalb der World Dance Alliance – Europe sowie Redakteur des European Dance Research Information Directory. Kurz: ein Hansdampf in allen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es grünt so grün, wenn Malakhovs Blumen blühen. Rosen, wohin man blickt. Im Entree der Deutschen Oper, an den Aufgängen, sogar im Foyer. Auch auf der Bühne, die Valery Kungurov in einen französischen Park verwandelt hat. «Gärten sind magische Orte», lässt sich der «leidenschaftliche Blumenliebhaber» Vladimir Malakhov im Programmheft zitieren, und wie im Märchen...
There sure is a lot of it: tomatoe sauce dripping down from underneath the long hair of a lushous woman, tomatoe sauce abundantly leaking out of the mouth of a dying man, tomatoe sauce squishing from plastic bottles and hardpaper boxes. There is red sauce in a transparent plastic bag from which a gasping female body struggles herself free, there is blood spilling...
Sie sind Erste Ballettmeisterin am Staatsballett Berlin. Für was sind Sie verantwortlich?
Auf Disziplin zu achten, das ist eine meiner Hauptaufgaben. Diese Disziplin beginnt mit dem Besuch des morgendlichen Trainings. Daran erkennt man auch die Einstellung zum Beruf. Dann muss der Probenablauf eingeteilt werden. Als Ballettmeisterin muss ich erst einmal erkennen,...
