torobaka
Die Arme dem Himmel entgegengereckt, die Finger gespreizt. Die erste gemeinsame Pose in «Torobaka» beschwört Gestirne und Gottheiten, wirkt eher heidnisch als hinduistisch. Kein Zweifel aber, dass sie auf die Huldigung Ganeshas zu Beginn von Kathak-Auftritten zurückgeht. Doch Israel Galván und Akram Khan – der eine in Sevilla, der andere in London ansässig – wollen bei ihrem Pas de deux auf keinen Fall in einem Ballwechsel zwischen zwei Kulturen, Regionen, Städten oder Völkern steckenbleiben.
Daher ziehen sie sich immer wieder auf das Terrain der Abstrak-tion zurück, wo sich neutrale, persönliche und ganz neue Formen erfinden lassen. Sie duellieren sich wie auf einem Feuerball, ihre Arena ist kreisrund und glutorange, wie eine untergehende Sonne. Über ihnen schwebt ein himmlischer Kranz, der die Szene beleuchtet.
Die Produktion liegt im Trend. Am Flamenco führt kaum noch ein Weg vorbei. Gerade fand der Pferdekünstler Bartabas in Andrés Marín sein andalusisches Alter Ego. «Golgota» heißt ihre gemeinsame Prozession. Und Carolyn Carlson verbündete sich unlängst mit Eva Yerbabuena. Nun also geriet Israel Galván ins Blickfeld von Akram Khan. Im Gegensatz zu den anderen Duos der Saison ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Thomas Hahn
At the mesmerizing sound of a pizzicato cello, played live by a young girl who also gently sings from one corner of the white square traced on the black carpet floor, four old women perform a neat and hypnotic ritual, passing from hand to hand a small piece of lacework. In this episode titled «Magi» appears a clear and simple gesture, the unmistakable mark of...
Der Vater ist nicht ganz neu. So einer saß schon in «Le jardin» von Peeping Tom, 2001, verkörpert von Simon Versnel. Aber das Brüsseler Choreografenpaar Franck Chartier und Gabriela Carrizo rollte noch selber über den Rasen, so ein Fleckchen Grün, das einem spießigen Eigenheim eine eigene Außenwelt verspricht und das Pärchen ins jauchzend-verzweifelte Schleudern...
Verurteilt – oder doch nicht? Die 28. Kammer des Tribunal correctionnel von Paris sprach Steven Cohen am 5. Mai der «exhibition sexuelle» schuldig – zum Nulltarif. Die angedrohte Geldstrafe von 1000 Euro wurde nicht verhängt. Noch nicht einmal einen symbolischen Euro muss er zahlen. Doch daran, dass Cohen nun vorbestraft ist, ändert das nichts. Hier wurde kein...
