tel aviv: Ohad Naharin: «The Hole»
In diesem Sommer wird sie 50, die einst von Martha-Graham-Repertoire geprägte und inzwischen schon über ein Vierteljahrhundert von Ohad Naharin geleitete Batsheva Dance Company. Immer noch produziert der israelische Choreograf für seine Truppe Kreationen mit unverkennbarer Handschrift. Vor Kurzem erst nahm sich Batsheva nochmals seine Stücke «Mamootot», «Max» und «Naharin’s Virus» vor, auch Naharins jüngste Schöpfung, «The Hole», lässt sich wie ein weiteres Kleinod auf die Batsheva-Perlenschnur der letzten Dekade aufziehen.
Schauplatz für «The Hole» ist das Studio Varda der Kompanie, ein achteckiger Raum, der von einer erhöhten, ebenfalls achteckigen Holzbühne beherrscht wird. Das Publikum sitzt in acht improvisierten Blöcken um die Bühne herum, hinter der dritten Sitzreihe erhebt sich ein schmaler Catwalk-artiger Steg über den Köpfen der Zuschauer. Licht an: Acht Frauen, den Rücken zur Wand, stehen in Lichtkegeln, mit deren Hilfe Beleuchter Avi Yona Bueno den Eindruck erweckt, als würde jede Tänzerin von einer ovalen, Alkoven-artigen Vertiefung eingefasst wie eine Göttinnen-Statue. Dort verbleiben sie den Großteil des Stücks über und bewegen sich vor allem dann in ihren Nischen aus ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 44
von Ora Brafman
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