tausche tanz gegen reis
Der Weg ist staubig. Eine holprige Piste aus roter Erde am Stadtrand. Hier liegt die Schule der schönen Künste, seit die Regierung vor ein paar Jahren das alte Grundstück in der Innenstadt von Phnom Penh an einen Investor verscherbelt hat. Schulmädchen in weißer Bluse und blauem Rock sitzen auf dem Boden einer Halle ohne Wände. Ein paar spielen noch mit Murmeln. Dann beginnen sie sich zu verwandeln. Sie tragen nun die kben, eine Wickelhose, und ein eng anliegendes weißes Oberteil. Das Training beginnt im Sitzen.
Mit einer Hand biegen sie die Finger der anderen nach hinten, so weit es geht. Sie üben für die kbach, die überdehnten Handbewegungen, die so kennzeichnend sind für den klassischen kambodschanischen Tanz. Es gibt Tausende. Jede hat eine Bedeutung. Ernst ist es den Mädchen, dabei sind sie erst sechs, die ältesten acht Jahre alt. Sie sind der jüngste Jahrgang. Zwölf Jahre Training liegen noch vor ihnen.
Sophiline Cheam Shapiro war einmal eine von ihnen. Sie war zwölf, als sie 1980 mit der Ausbildung begann. Zu alt eigentlich, aber damals gab es besondere Umstände, die solche Ausnahmen möglich machten. Die Schule der schönen Künste gab es nicht mehr, nachdem Pol Pot mit seiner ...
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...beendet im November in Lausanne seine Trilogie, die 2006 mit «Est-ce que je peux attirer votre attention sur la brièveté de la vie?» begann. Ihr Mittelstück fand sie 2008 mit der Aufforderung «Il faut que je m’absente». Beendet wird sie jetzt mit «Je veux bien vous croire» und nicht etwa, wie wir in tanz 4/10 schrieben, mit «Lonesome Cowboy». Wir dachten dies...
In den Armen eines Zuschauers – sie hatte ihn zu sich gebeten – raucht Katarina Stegnar röchelnd «Pina Bauschs letzte Zigarette». Makaber, denkt man. Geschmacklos, wüsste man nicht, dass das slowenische Performancekollektiv Via Negativa seine Ikonen immer schon etwas früher sterben ließ, lange vor dem Tod der Tanztheaterlegende. Neben Bausch nahmen bereits der...
Von einem Spitzenschuh war bei «no ballet», dem Choreografiewettbewerb in Ludwigshafen, mal wieder nichts zu sehen. Bei «No Man is an Island» wär’s auch viel zu gefährlich gewesen. Acht Minuten lang tanzte der eine auf dem Körper des anderen, ohne auf die Nase zu fallen: eine riskante Performance, die von der Jury prompt mit dem ersten Preis bedacht wurde. Erik...
