TanzRaumBerlin
In der deutschen Hauptstadt soll möglichst bald ein TanzRaumBerlin entstehen, der weder Tanzhaus noch Choreografisches Zentrum sein will, sondern ein «integratives Konzept»: eine «Schnittstelle für Kunst und Wissenschaft, Kreation und Reflexion». So steht es in einem Strukturpapier, das gemeinsam vom Dachverband Zeitgenössischer Tanz Berlin, Dock 11/Garbáty, Hebbel am Ufer, Mime Centrum, Sasha Waltz & Guests, sophiensæle/Tanztage Berlin, tanzfabrik und TanzWerkstatt entwickelt worden ist.
Was darin etwas vollmundig als «Ideenreservoir, Diskurs und praktischer Realisierungsprozess einer auf Nachhaltigkeit angelegten Perspektive» bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit ein «Arbeitsort», der die Autonomie und Initiativen bestehender Institutionen nicht berühren soll. Darum gibt es künftig auch keinen Künstlerischen Leiter, sondern einen Koordinator, der auf erhofften 5500 qm die Vergabe der insgesamt neun Studios steuert. Ergänzend soll ein hochschulorientierter Studiengang für Tänzer und Choreografen eingerichtet werden, dazu eine Mediathek: alles Projekte, deren Notwendigkeit jede Diskussion erübrigt.
Kultursenator Thomas Flierl zeigte sich von der Idee eines TanzRaumBerlin so ...
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Bei der Berlinale im Vorjahr gab es zwei wunderbare Tanzfilme, die später in die Kinos kamen und mit großem Erfolg noch immer laufen: «Rhythm Is It!» und die HipHop-Fantasie «Status Yo!» von Till Hastreiter (ballet-tanz 04/04). Auch in diesem Jahr waren zwei Filme zu sehen, die sich mit Tanz beschäftigten. Aber «wunderbar» ist für beide nicht das richtige Adjektiv.
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Ein Stoff gerade für den Tanz: Choderlos de Laclos’ Roman aus dem vorrevolutionären Frankreich. Ein perfider Verführungsexzess in 175 Briefen. In Berlin beging ihn einst David Nixon als subtiles Kammerspiel, in Gera kreierte Peter Werner daraus ein Handlungsballett. Nun erobern die Gefährlichen Liebschaften von 1782 den Nordharz. Jaroslav Jurasz, seit 2003...
Am Ende sieht er in jedem Jungen seinen Mann. Noch singt Hedwig Fassbender, für ihren erkrankten Kollegen François Le Roux eingesprungen, ihr «Ewig, ewig», als Tim verzweifelt aufblickt. Er traut seinen Augen nicht. Eben hat er sich von John «verabschiedet», steht der schon wieder leibhaftig vor ihm: als Barkeeper, der ungerührt seine Gläser putzt.
Wer immer das...
