Tanz im Februar
Amsterdam
Made in Amsterdam 1 & 2
Ted Brandsen, Chef von Het Nationale Ballet, hat sich was vorgenommen: Er will nicht nur seine Kompanie, sondern das Ballett in die Zukunft pushen. Dafür sorgt er mit einem prominent besetzten Symposion, das von zwei Bühnenprogrammen flankiert wird. «Made in Amsterdam 1» vereint Schlüsselwerke wie Hans van Manens «Frank Bridge Variations» mit Neukreationen von Juanjo Arqués und Ernst Meisner.
Das zweite Special spannt Choreografien von Alexei Ratmansky, Christopher Wheeldon und Krzysztof Pastor mit David Dawsons Uraufführung «Citizen Nowhere» zusammen. Klingt super, fehlt nur – eine Choreografin! Oder wollen die Herren die Ballettzukunft etwa unter sich ausmachen?
Ab 11. Februar; operaballet.nl
Genf
Schweizer Tanztage
Die Schweiz, ein kleines Land? I wo! 140 Tanzproduktionen sind hier in den letzten beiden Jahren entstanden. Reso – Tanznetzwerk Schweiz hat 19 ausgewählt, die vier Tage lang auf zwölf Genfer Bühnen zu sehen sein werden. Mit dabei: Cindy Van Acker und das Ballet du Grand Théâtre de Genève. Es tanzt «Elementen III – Blazing Wreck» (Foto) zur elektronischen Musik des Finnen Mika Vainio, die eine Fahrt eines Frachters durch entfesselte ...
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Tanz Februar 2017
Rubrik: Highlights Februar 2017, Seite 31
von Red.
Zeitgenössischer Tanz in Russland? Nicht wenige werden denken: Gibt‘s doch gar nicht! Denn was die Tanzbühne betrifft, dominiert das Ballett die Szene wie das Image der Kunst weit über die nationalen Grenzen hinaus. Tatsächlich kann die Danse d‘école auf eine (zaristisch veredelte) Tradition von mehreren Jahrhunderten zurückblicken, während der zeitgenössische Tanz...
Tanzwelten
Mit den «Rhythmen der Völker» beschäftigt sich in diesem Jahr das Musikfestival «La Folle Journée de Nantes». Arte überträgt am 5. Februar das Abschlusskonzert und beendet den «tollen Tag» nicht à la Beaumarchais, dessen gleichnamiges Stück einst einem gewissen Mozart als Vorlage seines «Figaro» gedient hat, sondern setzt mit «Schwanensee reloaded» von...
Tanzschaffende sehen sich gerne als diejenigen Kunstakteure, die am intensivsten inter- und transdisziplinär arbeiten. Sie versprechen die Überwindung von Genregrenzen und wollen darüber hinaus Modelle für trans- oder postnationale Gesellschaften vorstellen. Programmverantwortliche und Kuratoren wittern im Tanz daneben die Chance, eine Symbiose von U- und E-, von...
